Brot selber backen: Die besten Tipps

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Selbst gemachtes Brot duftet und schmeckt lecker - und lässt sich auf die eigenen Vorlieben anpassen. (Bild: Pixabay)

Frisch gebackenes Brot schmeckt nicht nur unglaublich lecker, sondern verleiht der Wohnung darüber hinaus einen für viele Menschen unwiderstehlichen Duft. Darüber hinaus können Sie beim Brot backen selbst entscheiden, welche Zutaten Sie verwenden möchten und das Nahrungsmittel dadurch an Ihren eigenen Geschmack und etwaige Nahrungsmittelunverträglichkeiten anpassen. Wir verraten Ihnen, welche Tipps Sie bei der Zubereitung beachten sollten.

Die Grundlage: Hefeteig oder Sauerteig

Wenn Sie selbst zu Hause Brot zubereiten wollen, müssen Sie zunächst überlegen, welche Art von Brot es werden soll. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie backen ein Brot aus Hefeteig oder eines aus Sauerteig. Hefeteig ist wesentlich schneller herzustellen, während Sauerteig einiges an Aufwand erfordert. Wir stellen Ihnen beide Varianten kurz vor.

Wenn Sie sich dann entschieden haben, ob Sie lieber Brot mit Hefeteig oder mit Sauerteig backen wollen, dann finden Sie weiter unten unsere Grundrezepte. Diese lassen sich nach Belieben mit weiteren Zutaten wie Kürbis- oder Sonnenblumenkernen, Nüssen, Kräutern, Leinsamen, gehackten Zwiebeln, geriebenen Karotten/Zucchini/Äpfeln und vielen anderen Varianten verfeinern beziehungsweise ergänzen. Hier sind Ihren Vorlieben keine Grenzen gesetzt.

Hefeteig: einfach lecker

Der große Vorteil von Hefeteig: Der grundlegende Teig ist schnell gemacht und benötigt nur wenige Zutaten. Für die Herstellung sollten Sie Mehl, Hefe, Salz, Zucker und Wasser bereitstellen. Mehr ist nicht notwendig. Bezüglich der Hefeart raten wir Ihnen zu frischer Hefe, da diese meist besser schmeckt als Trockenhefe. Doch die Brotherstellung ist selbstverständlich auch mit Trockenhefe möglich.

Sauerteig: deftig und relativ aufwendig

Sauerteig ist wesentlich aufwendiger herzustellen als Hefeteig und erfordert einige Tage Vorlaufzeit, bevor damit tatsächlich gebacken werden kann. Wer aber beispielsweise Roggenbrot herstellen möchte, der sollte definitiv auf diese Variante zurückgreifen, denn Sauerteig ist für schwere Mehle wesentlich besser geeignet. Grundsätzlich werden auch bei dieser Variante nur wenige Zutaten benötigt, diese erfordern aber tägliche Aufmerksamkeit. Eine Herstellung von Sauerteig ist in etwa vier bis sechs Tagen möglich. Alternativ dazu können Sie Sauerteig auch schon fertig kaufen und diesen weiterverarbeiten.


Grundrezept für Hefeteigbrot

Folgende Zutaten benötigen Sie für die Brotherstellung mit Hefe:

  • 1000g Mehl (beispielsweise Weizenmehl Typ 405 oder 1050)
  • 42g frische Hefe (entspricht einem Würfel)
  • 1 EL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 500ml warmes Wasser
  • Falls gewünscht weitere Zutaten wie Kerne, Nüsse usw.

Je nach geplanter Größe des Brotes können Sie die Zutaten entsprechend anpassen. Meist empfiehlt sich für einen kleineren Brotlaib eine Halbierung der Mengenangaben. Achten Sie darauf, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

So funktioniert die Herstellung von Broten aus Hefeteig:

  1. Geben Sie zunächst das Mehl mit Salz und Zucker in eine große Schüssel.
  2. Lösen Sie den Hefewürfel im warmem Wasser auf. Geben Sie dazu immer wieder kleine Brocken der Hefe in das Wasser und rühren Sie um, bis sich die Hefe komplett aufgelöst hat.
  3. Geben Sie jetzt das Hefewasser zum Mehl und kneten Sie die Mischung mehrere Minuten lang gut durch bis ein glatter Teig entsteht.
  4. Stellen Sie die Schüssel abgedeckt an einen warmen Ort. Zum Abdecken können Sie beispielsweise ein Küchentuch verwenden. Achten Sie darauf, dass der Teig immer noch Luft bekommt.
  5. Lassen Sie den Teig etwa 45 Minuten lang gehen.
  6. Heizen Sie den Backofen auf etwa 170 Grad Umluft vor.
  7. Kneten Sie den Brotteig nach Ablauf der Zeit erneut gut durch und fügen Sie jetzt etwaige weitere Zutaten wie Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Leinsamen o.ä. hinzu, sofern Sie diese verwenden wollen.
  8. Formen Sie einen ovalen oder runden Laib und legen Sie ihn auf ein mit Backpapier bedecktes Blech. Alternativ geben Sie den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form.
  9. Um eine schöne Kruste zu erhalten, können Sie die Oberfläche des Laibes mit einem Messer etwas einritzen.
  10. Stellen Sie jetzt eine ofenfeste Schüssel mit etwas Wasser auf den Boden des Backofens und schieben Sie dann das Brot in den Ofen. Backen Sie es für etwa 50 Minuten.
  11. Das Brot ist fertig, wenn es sich hohl anhört, wenn Sie auf die Unterseite des Laibes klopfen.
  12. Lassen Sie das Brot auf einem Kuchengitter auskühlen.

Sauerteigbrot selber machen

So können Sie Sauerteig ansetzen

Da die Herstellung von Sauerteig einige Tage in Anspruch nimmt hier erneut der Hinweis: Wer keine lange Vorlaufzeit in Kauf nehmen will, kann Sauerteig auch schon fertig erwerben und diesen anschließend weiterverarbeiten.

Diese Zutaten benötigen Sie für das Ansetzen von Sauerteig:

  • 500g Roggenmehl
  • 500ml Wasser

Das war es tatsächlich schon. Für das Ansetzen eines Sauerteiges braucht es tatsächlich nur zwei Zutaten – und etwas Geduld.

So gehen Sie bei der Herstellung von Sauerteig vor:

  1. Füllen Sie am ersten Tag zunächst 100g Roggenmehl und 100ml lauwarmes Wasser in eine Schüssel.
  2. Verrühren Sie die Zutaten mit sauberen Löffel, bis ein leicht flüssiger Teig entsteht.
  3. Stellen Sie die Schüssel jetzt abgedeckt in einen warmen Raum. Die Zimmertemperatur sollte konstant bei etwa 25 Grad oder mehr liegen. Achten Sie darauf, dass der Teig immer noch Luft bekommt und nicht luftdicht verschlossen ist.
  4. Lassen Sie den Teig jetzt etwa 12 Stunden ruhen.
  5. Nach 12 Stunden rühren Sie den Teig mit einem sauberen Löffel gut durch. Anschließend lassen Sie ihn erneut ruhen.
  6. Am nächsten Tag fügen Sie weitere 100g Mehl und 100ml Wasser zum Teig hinzu und rühren das Gemisch wieder mit einem sauberen Löffel um. So verfahren Sie auch an den nächsten Tagen.
  7. Sollte der Sauerteig merkwürdig riechen, ist das kein Grund zur Beunruhigung, dies ist vollkommen normal.
  8. Riecht der Sauerteig am fünften Tag extrem säuerlich, lassen Sie ihn einen weiteren Tag stehen. Zeigt sich auch am sechsten Tag keine Veränderung, ist bei der Herstellung etwas schiefgelaufen. Diesen Sauerteig können Sie dann nicht verwenden, sondern sollten ihn entsorgen. Gleiches gilt, wenn der Sauerteig Schimmel zeigt oder eine gräuliche, grünliche oder dunkelbraune Färbung aufweist.
  9. Ist alles optimal gelaufen, duftet der Sauerteig am fünften oder sechsten Tag leicht säuerlich, aber angenehm und weist eine hellbraune Farbe auf. Diesen Teig können Sie anschließend weiterverarbeiten.

So funktioniert die Brotherstellung mit Sauerteig:

Diese Zutaten sind notwendig:

  • 500g Sauerteig
  • 500g Mehl
  • 250g Wasser
  • 1 EL Salz
  • 1 TL Zucker
  • 12g frische Hefe oder 5g Trockenhefe (optional, aber empfohlen)
  • Falls gewünscht weitere Zutaten wie Nüsse, Kerne oder geriebene Gemüse-/Obstsorten

So wird das Brot gemacht:

  1. Verkneten Sie Ihren selbst gemachten oder gekauften Sauerteig mit der gleichen Menge Mehl, der Hefe, Salz, Zucker und etwa 250g Wasser mehrere Minuten lang zu einem glatten Teig.
  2. Lassen Sie den entstandenen Teig für etwa 60 Minuten in einer warmen Umgebung gehen.
  3. Kneten Sie den Brotteig nach einer Stunde erneut gut durch und fügen Sie etwaige weitere Zutaten hinzu, falls Sie Ihr Brot weiter verfeinern möchten.
  4. Heizen Sie den Backofen währenddessen auf etwa 180 Grad Umluft vor.
  5. Formen Sie einen Laib und legen Sie ihn auf ein mit Backpapier bedecktes Blech. Alternativ geben Sie den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Form.
  6. Geben Sie eine ofenfeste Schüssel mit etwas Wasser auf den Boden des Backofens, um eine schöne Kruste zu erhalten.
  7. Schieben Sie das Brot in den Ofen. Backen Sie es für etwa 60 Minuten.
  8. Das Brot ist fertig, wenn es sich hohl anhört, wenn Sie auf die Unterseite des Laibes klopfen.
  9. Lassen Sie das Brot auf einem Kuchengitter auskühlen.

 

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