Einrichtungstrend: Minimalismus

Küche
Einrichtungsstil Einrichtungstrend Minimalimus Küche weniger ist mehr
Weniger ist Mehr: Reduzieren Sie die Dekoration auf ein Minimum.

Minimalismus ist einerseits eine bestimmte Art, sein Leben zu führen, andererseits ein Einrichtungsstil, der immer mehr Anhänger gewinnt. In jedem Fall ist eine Reduktion auf das Wesentliche der wichtigste Aspekt beim Minimalismus. Das bedeutet unter anderem: kein unnötiger Schnickschnack, eine reduzierte Deko und keine vollgestellten Regale, die nur Platz wegnehmen. Wir verraten Ihnen, wie Sie den Einrichtungsstil in Ihrer Küche umsetzen.

Die Grundprinzipien des Minimalismus

Weniger ist Mehr: Einrichtung reduzieren

Kaum ein Satz beschreibt den minimalistischen Einrichtungsstil besser, als das Prinzip des bekannten Architekten Ludwig Mies van der Rohe: „Weniger ist Mehr“. Die Wohnung wird von Überflüssigem befreit – seien es Pflanzen, Deko-Kissen, Gemälde oder anderer Schnickschnack. Alles, was im Alltag nicht gebraucht wird, fliegt raus. So soll eine Rückbesinnung auf das Wesentliche stattfinden.

Wer den puristischen Einrichtungsstil umsetzt, wird schnell feststellen, wie entspannend und beruhigend eine reduzierte Umgebung wirkt. Statt überfrachteter Räume zeigen sich klare Strukturen, die einen Gegenpol zur konsumorientierten Welt bieten.

Klare Formen und Farben

Typisch für den Minimalismus sind die kontrastierenden Farben Weiß, Grau und Schwarz. Diese verleihen einer Wohnung einen modernen, klaren Look, der darüber hinaus äußerst zeitlos und elegant wirkt. Doch auch andere Farben können dezent eingesetzt werden: ein zartes Beige, ein schwaches, helles Blau oder Grün, ein dunkles Braun. Sie sollten allerdings darauf achten, nur sehr wenige und schlichte Farben zu nutzen, da der Raum ansonsten schnell überfrachtet wirkt.

Kennzeichnend für den minimalistischen Einrichtungsstil sind darüber hinaus einfache, geometrische Muster und klare Linien. Verschnörkelte Möbelstücke passen ebenso wenig zum Minimalismus wie vollgestopfte Regale und überfrachtete Oberflächen.

Qualität statt Quantität

Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Minimalismus ist die Qualität. Statt häufiger billige Möbel zu kaufen, die schnell wieder aussortiert werden, wird auf den seltenen Kauf hochwertiger Einrichtungsgegenstände geachtet, die Jahrzehnte überdauern können. Beim minimalistischen Stil sollten Sie in Möbel investieren, die langlebig sind, um der Wegwerfmentalität etwas entgegen zu setzen. Dadurch bezahlen Sie zunächst zwar vielleicht etwas mehr für Ihre Einrichtung, dafür hält diese aber auch länger und wirkt meist auch hochwertiger.

Besonders geeignet für den minimalistischen Stil sind Möbel aus Materialien wie Glas, Naturstein, massivem Holz oder Stahl.

So setzen Sie den Trend um

Schrittweise beginnen und sich steigern

Wenn Sie sich für den Minimalismus als Wohntrend entschieden haben, sollten Sie zunächst mit einem Raum beginnen und sich dann Schritt für Schritt weiter vorarbeiten. Starten Sie zunächst beispielsweise in der Küche und reduzieren Sie die Einrichtung hier auf das Wesentliche.

Räumen Sie Oberflächen und Regale aus. Staubfänger haben in einer minimalistisch eingerichteten Wohnung – respektive Küche – nichts verloren. Teppiche und Läufer werden reduziert oder ganz aussortiert. Bei der Dekoration gilt: Beschränken Sie sich auf einige wenige Objekte. Suchen Sie sich die Dekorationsobjekte heraus, die Ihnen am besten gefallen und setzen Sie diese in Szene. Alles andere können Sie getrost verkaufen, entsorgen, verschenken – wie immer Sie vorgehen wollen. Es muss nicht an jeder Wand ein Gemälde hängen, möglicherweise wirkt Ihre Wohnung sogar heller und größer, wenn gar keine Gemälde vorhanden sind. Nicht jeder Raum muss mit zig Pflanzen ausgestattet sein, ein oder zwei reichen völlig aus.

Ein Trend, der sich auf diversen Social Media Seiten immer weiter ausbreitet, ist „Backward Books“. Dabei werden Bücher mit den Buchseiten nach vorne aufgestellt, sodass der Buchrücken nicht mehr zu sehen ist. Dies kann man für kompletten Unsinn halten, doch viele Designmagazine haben diesen Trend bereits vorgestellt. Gerade zu einer minimalistischen Einrichtung passt er hervorragend. Die meisten Bücher können im Sinne des Minimalismus zwar in vielen Fällen ohnehin aussortiert werden, doch gerade bei Kochbüchern ist diese Art der Buchaufbewahrung eine Überlegung wert. Kochbücher werden meist häufiger genutzt als andere Bücher und oft besitzen wir auch weniger davon, sodass die Unterscheidbarkeit nicht ganz so wichtig ist. Wenn nur noch die beigen oder weißen Seiten sichtbar sind, fügen sich die Bücher häufig besser ins Gesamtbild des Raumes ein.

Ausmisten und Entsorgen

Statt Kochutensilien, Tassen und Geschirr dekorativ zur Schau zu stellen, werden diese in Schubladen oder Schränken verstaut – sofern diese wirklich im Alltag eingesetzt werden. Haben Sie die Utensilien im vergangenen Monat (oder für den Anfang im vergangenen Jahr) nicht eingesetzt, können Sie dieses getrost aussortieren. Gleiches gilt für dekorative Möbelstücke, die nicht wirklich benötigt werden.

Ein Tipp hierbei ist, die Utensilien zunächst in Kartons umzuräumen, die zunächst noch aufbewahrt werden (beispielsweise in einem Abstellraum). Stellen Sie im Laufe des Monats oder Jahres fest, dass Sie eines davon wirklich benötigen, holen Sie dieses einfach aus der betreffenden Kiste. Alles, was sie tatsächlich nach einem Jahr nicht mehr genutzt haben, kann weggegeben werden. Wer noch einen Schritt weitergehen will, räumt einfach den gesamten Besitz aus den Schränken und Schubladen in Kisten um. Schrittweise wird das zurückgeholt, was benötigt wird. Der Rest fliegt raus.

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