Gewürz-Guide: Die Grundlagen des Würzens

Kochen
kochen lernen gewürze grundlagen würzen pfeffer salz
Von Basilikum bis Safran: Würzen will gelernt sein. (Bild: Pixabay)

Das A und O beim Kochen: die passenden Gewürze einzusetzen. Für viele Kochanfänger ist es schwierig, geeignete Gewürze für das jeweilige Gericht auszuwählen. Kein Wunder, denn dafür ist Erfahrung notwendig. Das Gute daran: Richtig zu würzen kann man lernen. Wir verraten Ihnen in einer neuen Artikelserie, welche Tipps und Tricks Sie kennen sollten. Den Anfang macht dabei unser Grundlagen-Beitrag, den wir in den kommenden Wochen um weitere Texte zu den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Gewürzen ergänzen werden. Viel Spaß beim Lesen!


Das wichtigste vorab: Machen Sie sich keine Sorgen, wenn beim Kochen mal etwas danebengeht und das Gericht am Ende nicht so schmeckt, wie Sie eigentlich geplant hatten. Den Einsatz der richtigen Gewürze muss man lernen und bislang ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Berücksichtigen Sie einfach die folgenden Infos und probieren Sie aus, was Ihnen zusagt. Übung macht den Meisterkoch.

Richtig würzen zu lernen, ist übrigens nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Gesundheit: Wie wir in unserem Artikel zum Thema „Gesünder essen“ bereits erwähnt haben, tendieren viele Menschen dazu, beim Kochen viel zu viel Salz einzusetzen. Der Grund dafür ist, dass Salz einem Gericht mehr Geschmack verleiht. Wer es allerdings versteht, Gewürze kreativ einzusetzen, kann seinen Salzkonsum erheblich reduzieren, da Gewürze als alternative Geschmacksträger dienen. Richtig zu würzen kommt also nicht nur den eigenen Kochkünsten, sondern auch der Gesundheit zugute.

Geschmacksrichtungen: von umami bis salzig

Der menschliche Geschmackssinn ist relativ einfach strukturiert. Grundsätzlich können wir zwischen fünf Geschmacksrichtungen unterscheiden: süß, sauer, bitter, salzig und umami (häufig auch als herzhaft bezeichnet). Scharf ist übrigens entgegen langläufiger Meinung keine Geschmacksrichtung. Stattdessen handelt es sich bei „scharf“ um eine Form des Schmerzempfindens im Mundraum. Ob eine Speise schmeckt, wird unter anderem anhand dieser Geschmacksrichtungen entschieden.

Wichtig dabei: Die Geschmacksrichtung eines Gerichtes wird nicht nur durch die verwendeten Gewürze bestimmt, sondern auch durch die verwendeten Lebensmittel, die alle eigene Aromen aufweisen.

Aroma der Lebensmittel als Basis

Wenn Sie ein Gericht würzen, sollten Sie immer von den verwendeten Lebensmitteln ausgehen. Deren Geschmacksrichtung beziehungsweise deren Aromen sind die Basis für die Auswahl der passenden Gewürze und Kräuter. Die meisten Gerichte empfinden wir als besonders geschmackvoll beziehungsweise angenehm, wenn mehrere Geschmacksrichtungen enthalten sind, die unsere Zunge ansprechen. Entsprechend sollten Sie Gewürze einsetzten, die das ursprüngliche Aroma des Gerichts passend ergänzen.

Achten Sie unbedingt darauf, dass eine Geschmacksrichtung nicht zu sehr betont wird, also nicht zu sehr heraussticht. Jeder hat schon einmal eine versalzene Sauce probiert – und kaum jemand wird dies als besonders angenehm empfinden. Entsprechend sollten Sie immer für einen ausgewogenen Geschmack sorgen. Bei vielen süßen Gerichten bringt eine Prise Salz erst den richtigen Kick – und dasselbe Prinzip gilt auch für alle anderen Geschmacksrichtungen.

Diese Gewürze gehören in jede Küche

Bevor Sie sich ans Würzen machen, sollten Sie sich eine Grundausstattung an verschiedenen Gewürzen, Gewürzmischungen und Kräutern zulegen, die Sie in Ihren Gerichten ausprobieren können. Folgende Zutaten können Sie unter anderem beim nächsten Mal Kochen verwenden:

  • Verschiedene Pfeffersorten wie schwarzen, grünen oder roten Pfeffer
  • Paprika
  • Chilli
  • Curry
  • Rosmanrin
  • Granulierter Knoblauch
  • Nelken
  • Basilikum
  • Minze
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Thymian
  • Lorbeer
  • Majoran
  • Oregano
  • Kümmel
  • Muskatnuss
  • Kardamom
  • Safran

Dies ist selbstverständlich keine vollständige Liste – eine solche Liste werden Sie vermutlich ohnehin nirgendwo finden, da es einfach zu viele Möglichkeiten gibt, seine Gerichte aufzupeppen. Beispielsweise können Sie auch andere Zutaten wie Rosenwasser, Sojasauce, Wasabi, Senf oder normale Gemüsebrühe verwenden, um ihren Speisen andere Aromen und Geschmacksrichtungen zu verpassen.

Probieren Sie einfach aus, welche Gewürze Ihnen zusagen und wie diese in verschiedenen Gerichten zusammenspielen. Oberste Regel: Verwenden Sie die einzelnen Gewürze lieber sparsam – nachwürzen können Sie später immer noch.

Zurück