Glühwein selber machen: Tipps & Ideen

Kochen
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Für die Herstellung von Glühweingewürz eignen sich zahlreiche Zutaten von Anis über Zimt bis hin zu Orangen. (Bild: Pixabay)

Ein dampfender Glühwein in der einen Hand, eine heiße Bratwurst oder köstlich duftende Maroni in der anderen. Wenn jetzt die Menschenmassen und die schneidende Kälte nicht wären, wäre der Tag auf dem Weihnachtsmarkt perfekt. Wer es sich lieber in einer kleinen Runde zu Hause im Warmen gemütlich machen, aber nicht auf das köstliche Heißgetränk vom Weihnachtsmarkt verzichten will, sollte jetzt weiterlesen. Wir verraten Ihnen, wie Sie zu Hause selbst einen unwiderstehlich leckeren Glühwein zubereiten können.


Welcher Wein ist für Glühwein geeignet?

Klassischerweise wird für die Herstellung von Glühwein Rotwein verwendet – doch auch Weißwein kann für viele Rezepte genutzt werden. In beiden Fällen gilt allerdings: Je besser der Wein, desto höher die Qualität des produzierten Glühweins. Haben Sie erstmal einen guten Wein als Grundlage ausgewählt, können Sie ziemlich sicher sein, dass auch das Endprodukt Ihren Erwartungen entspricht.

Üblicherweise wird auf halbtrockene Weine zurückgegriffen, um ein ausgewogenes Verhältnis von Süße und Säure zu erzielen. Bei trockenen und lieblichen Weinen können Sie dieses Verhältnis bis zu einem gewissen Grad aber selbst beeinflussen: Regulieren Sie das Aroma einfach durch die zugegebene Menge an süßenden Zutaten wie Honig oder Zucker. Je trockener der Wein, desto mehr Zucker können Sie zugeben.

Wichtig bei der Auswahl eines geeigneten Weines ist außerdem, dass dieser nicht im Barrique-Fass gelagert wurde. Dies beeinträchtigt den Geschmack des heißen Glühweins.

Passende Rotweinsorten sind beispielsweise Merlot, Dornfelder, Spätburgunder (Pinot Noir) oder Trollinger. Für Rezepte mit Weißwein eigenen sich unter anderem Riesling, Rivaner (Müller-Thurgau), Silvaner oder Weißburgunder (Pinot Blanc/Pinot Blanc).


Glühweingewürz selber machen: Die Zutaten

Um einen leckeren Glühwein zu machen, benötigen Sie eigentlich nur zwei Dinge: ein gutes Glühweingewürz und einen guten Wein. Nachdem wir oben geklärt haben, aus welchem Wein sich ein guter Glühwein zubereiten lässt, können wir uns jetzt dem Gewürz zuwenden. Die gute Nachricht: Glühweingewürz lässt sich ganz einfach selbst herstellen, wodurch Sie es auch ganz wunderbar an Ihren Geschmack anpassen können.

Zunächst möchten wir Ihnen einige Zutaten vorstellen, die Sie für Ihr Glühweingewürz nutzen können. Diese Liste ist nicht vollständig und kann durch verschiedene Früchte und andere Gewürze sowie Säfte ergänzt werden. Unter anderem können Sie auf folgende Zutaten zurückgreifen:

  • Zimtstangen
  • Nelken
  • Sternanis
  • Orangen- und Zitronenschalen
  • Ingwer
  • Kardamom
  • Koriander
  • Muskat
  • Vanilleschoten
  • Piment
  • Brauner Zucker oder Kandiszucker
  • Honig
  • Apfel- oder Orangensaft
  • Heidelbeeren, Himbeeren oder Erdbeeren
  • Pfirsiche oder Nektarinen

Die Zutaten können Sie wahlweise im Ganzen belassen, mahlen oder zerkleinern. Da das Glühweingewürz meist in Gläsern gelagert wird, empfiehlt sich eine der beiden letztgenannten Methoden.

Wenn Sie das Gewürz nicht sofort verwenden, sondern über längere Zeit lagern möchten, müssen die Zutaten unbedingt vollkommen durchgetrocknet sein, um Schimmelbildung zu vermeiden. Orangen- und Zitronenschalen sowie andere frische Früchte können Sie beispielsweise bei 75 Grad Celsius Umluft über mehrere Stunden in den Backofen geben. Ein Dörrautomat kann ebenfalls verwendet werden.

Lagern Sie das fertige Gewürz am besten an einem kühlen, trockenen Ort, der vor der Sonne geschützt ist. Die Gläser sollten luftdicht verschlossen sein und zuvor möglichst ausgekocht worden sein.


Glühweingewürz: Rezept zum Nachmachen

Nachdem wir Ihnen einige Zutaten vorgestellt haben, die Sie für Ihr eigenes Glühweingewürz nutzen können, möchten wir Ihnen jetzt noch ein Rezept vorstellen. Dieses können Sie als Inspiration für Ihre eigene Kreation verwenden oder ganz einfach nachmachen.

Folgende Zutaten benötigen Sie:

  • 2 Zimtstangen
  • 2 Sternanis
  • Getrocknete Orangenschalen
  • 1 TL Nelken
  • 1 Vanilleschote
  • Brauner Zucker oder Kandiszucker (Menge variiert nach verwendetem Wein und eigenem Geschmack)

So funktioniert die Herstellung:

  1. Bereiten Sie zunächst die Zutaten vor: Sofern noch nicht geschehen müssen Sie die Orangenschalen gut trocknen. Legen Sie die zerkleinerte oder zerriebene Schale dünn auf einem Backblech aus und geben Sie sie für etwa zwei Stunden bei 75 Grad Umluft in den Backofen.
  2. Zimtstangen, Vanilleschote und Sternanis zerkleinern oder mahlen.
  3. Bei der Zuckermenge sollten Sie sich am verwendeten Wein orientieren: Ist der Wein trocken, können Sie ruhig etwas mehr Zucker zugeben. Ist der Wein eher fruchtig und süß, können Sie den Zucker entsprechend reduzieren.
  4. Alle Zutaten gemeinsam in einen Teebeutel oder in ein Tee-Ei geben, wenn Sie das Gewürz sofort verwenden wollen oder füllen Sie es für die spätere Verwendung alternativ in ein luftdichtes Glas.

Glühwein mit Glühweingewürz: Rezept

Da Sie jetzt wissen, welcher Wein für die Herstellung von Glühwein geeignet ist und wie Sie Ihr eigenes Glühweingewürz herstellen, sollten wir uns jetzt noch der tatsächlichen Zubereitung des Heißgetränks zuwenden.

So wird der Glühwein hergestellt:

  1. Wählen Sie zunächst einen Wein aus, den Sie als Grundlage für den Glühwein nutzen wollen.
  2. Stellen Sie ein Glühweingewürz her. Verwenden Sie dazu beispielsweise das Rezept oben oder verändern Sie dieses ganz nach Belieben.
  3. Füllen Sie alle Zutaten des Gewürzes in einen Teefilter oder in ein Tee-Ei.
  4. Schütten Sie den gewählten Wein in einen großen Topf und geben Sie den Teebeutel hinzu.
  5. Erhitzen Sie den Glühwein kurz auf maximal 65 bis 70 Grad Celsius. Der Siedepunkt für Alkohol liegt niedriger als für Wasser, weshalb der Glühwein keinesfalls kochen darf. Es ist wichtig, dass Sie das Getränk nicht zu stark erhitzen, um den Alkohol nicht zu verkochen.
  6. Drehen Sie die Temperatur auf eine niedrige Stufe zurück und lassen Sie den Glühwein noch etwa zehn Minuten auf der warmen Herdplatte stehen.
  7. Anschließend nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen den Glühwein mindestens eine – besser zwei Stunden – gut durchziehen.
  8. Bevor Sie den Glühwein servieren, erhitzen Sie ihn erneut auf etwa 65 bis 70 Grad Celsius.
  9. Fertig ist der selbst gemachte Glühwein mit eigenem Glühweingewürz.

 

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