Küchen-Materialien im Überblick: Keramik

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Keramik hält als Arbeitsplatte, Frontplatte oder als Spüle immer häufiger Einzug in moderne Küchen. Kein Wunder, schließlich eignet sich das strapazierfähige Material hervorragend für fordernde Umgebungen.

Damit Sie sich ein umfassendes Bild über Keramik im Kücheneinsatz machen können, haben wir alle wissenswerten Informationen in diesem Artikel für Sie zusammengestellt.

Der Oberbegriff Keramik umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien. Grundsätzlich handelt es sich dabei um nicht metallische Werkstoffe, die darüber hinaus nicht organischen Ursprungs sind. Die Grundlagen des Materials sind Ton, Feldspat, Porzellanerde oder Quarzpartikel. Keramik wird ausgehend davon in Irdengut, Steingut, Porzellan, Steinzeug und Sondermassen unterteilt.

Beim Einsatz in der Küche wird der Keramikwerkstoff beispielsweise zu einer Arbeitsplatte oder Küchenfronten gepresst und anschließend bei extrem hohen Temperaturen gebrannt. Dadurch entstehen je nach verwendetem Material matte oder glänzende Oberflächen in verschiedenen Farben, die hervorragende Eigenschaften für die Küche aufweisen und darüber hinaus überaus edel wirken.

Keramik im Küchenumfeld: Robust und strapazierfähig

Durch den Herstellungsprozess erhält Keramik eine glatte, widerstandsfähige Oberfläche, die einen hohen Härtegrad aufweist. Durch den Brennvorgang schließen sich die Poren im Material, wodurch eine überaus harte, glasurartige Oberfläche entsteht. Dadurch ist das Material ideal für einen Einsatz in der Küche geeignet, denn es ist leicht zu reinigen und praktisch unverwüstlich.

Keramik ist kratz- und schnittfest, was wie bei Naturstein ein direktes Schneiden auf der Arbeitsplatte erlaubt. Es ist hitze-, fett- und säurebeständig und behält auch bei direkter UV-Strahlung seine ursprüngliche Farbe bei. Das Material nimmt keine Gerüche an, Feuchtigkeit oder Bakterien können Keramik ebenfalls nichts anhaben. Die Arbeitsplatten, Spülen und Fronten sind dadurch einfach zu säubern. Die Hygiene in der Küche profitiert erheblich von einem Einsatz von Keramik.

Moderne Designs für jeden Geschmack

Dank der verschiedenen Designs lässt sich Keramik für jeden Einrichtungsstil nutzen – ob hell oder dunkel, modern oder klassisch. Bei einer Kombination aus Holz und Keramik ergeben sich beispielsweise wohnliche Atmosphären, die äußerst edel wirken. Doch Keramik kann auch mit anderen Materialien wie Edelstahl, Lack oder Glas hervorragend kombiniert werden.
Keramik kann nach Wunsch außerdem in äußerst dünne Platten geschnitten werden, was bei vielen anderen Materialien nicht möglich ist. Durch die dünnen Arbeitsplatten wirkt die Küche noch moderner und erhält einen exklusiven Touch.

Nachteile: Anschaffung und Herstellung

Ein Nachteil von Keramik-Arbeitsplatten liegt in der aufwendigen Herstellung begründet: Bei den Platten sind meist nur durchgängige Längen von rund drei Metern mit ungefähr 1,5 Meter Breite möglich, da eine größere Platte im Brennofen keinen Platz findet. Werden längere Arbeitsplatten benötigt, ist eine Schnittkante sichtbar, was störend wirken kann. Bei Küchenfronten und Spülen ist dies allerdings kein Problem.

Da Keramik wie beschrieben äußerst aufwendig bei hohen Temperaturen im Brennofen hergestellt wird, ist die Anschaffung einer Küche aus Keramik außerdem relativ kostenintensiv. Der Laufmeter für eine Arbeitsfläche beginnt je nach Anbieter bei ungefähr 1.000 Euro. Sollen auch die Küchenfronten aus Keramik gefertigt werden, erhöht sich der Anschaffungspreis entsprechend. Ganze Küchen kosten dadurch je nach Größe mindestens 30.000 bis 50.000 Euro.

Fazit: Diese Aspekte sollten Sie beim Einsatz von Keramik berücksichtigen

Die Vorteile von Keramik im Überblick:

  • Hoher Härtegrad
  • Schnitt- und kratzfest
  • Hitze-, fett- und säurebeständig
  • 100 % UV-lichtbeständig  Verschiedene Designs und Farben möglich: natürlich und edel – hell und dunkel
  • Einfach mit anderen Materialien kombinierbar
  • Nimmt keine Gerüche an
  • Nimmt keine Feuchtigkeit auf und keine Bakterien: wasser- & schmutzabweisend
  • Glatte Oberfläche und dadurch leicht zu reinigen

Die Nachteile von Keramik im Überblick:

  • Herstellungsartbeschränkte Arbeitsplattengröße von rund drei Metern Länge und 1,5 Metern Breite
  • Bei größeren Küchen sichtbare Schnittkanten auf der Arbeitsplatte
  • Hohe Kosten (Laufmeter bei Arbeitsplatten ca. 1.000 €, komplette Küchen mindestens 30.000 bis 50.000 €)

 

 

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