Nachhaltigkeit in der Küche: Das sollten Sie beachten

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Nachhaltigkeit in der Küche ist einfach zu erreichen. (Bild: pixabay)

Eine nachhaltige Lebensweise ist das Ziel vieler Menschen – und gerade in der Küche gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um diesem Ziel etwas näher zu kommen. Nachhaltiges Kochen und eine nachhaltige Haushaltsführung könnten so einfach sein. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel zeigen, dass viele Maßnahmen ohne großen Aufwand und ganz einfach umgesetzt werden können.


Maßnahme 1: Schon beim Einkauf auf Nachhaltigkeit achten

1. Reduzieren Sie den Verpackungsmüll

Plastikmüll ist eines der größten Umweltprobleme in der heutigen Zeit – das ist Fakt. Eine der wichtigsten Maßnahmen in Sachen Nachhaltigkeit ist daher die Reduzierung von Verpackungsmüll in Ihrem Haushalt.

Achten Sie schon beim Einkauf darauf, möglichst keine verpackten Lebensmittel auszuwählen. Gurken, Bananen & Co. sind beispielsweise von Natur aus mit einer Schale versehen, die eine weitere Verpackung in Plastik absolut überflüssig und unsinnig macht. Außerdem können Sie ganz einfach wiederverwendbare Stoffbeutel oder Netze für den Einkauf verwenden, statt der allseits beliebten Plastikbeutel, die in jedem Supermarkt für lau bereitliegen.

2. Kaufen Sie regional und saisonal

Erdbeeren aus Israel, Spargel aus Peru, Fisch aus Sri Lanka – viele Lebensmittel werden eingeflogen und erzeugen dadurch einen enormen Ausstoß von Treibhausgasen. Dabei wäre das alles gar nicht nötig. Wer klimaneutral einkaufen will, verzichtet auf importierte Lebensmittel und greift stattdessen auf regionale Produkte zurück.

Die meisten Lebensmittel werden allerdings importiert, weil Verbraucher gerne auch im Winter Lebensmittel konsumieren wollen, die zu dieser Jahreszeit in unseren Breitegraden einfach nicht angebaut werden können. Dies ist extrem schädlich für die Umwelt und eine Angewohnheit, die sich Konsumenten schnellstmöglich wieder abgewöhnen sollten.

Wenn Sie nachhaltig leben möchten, sollten Sie saisonal einkaufen: Jeden Monat haben andere Obst- und Gemüsesorten Saison – Abwechslung ist also selbst in den kalten Wintermonaten gegeben. Und wer es gar nicht ohne frische Blaubeeren im Dezember aushalten kann, der kann immer noch auf Tiefkühlware zurückgreifen. Das ist in jedem Fall weniger schädlich als der Import über mehrere Landesgrenzen hinweg.

3. Achten Sie auf einen biologischen Anbau

Bei der Auswahl der Lebensmittel greifen Sie am besten auf Produkte aus biologischem beziehungsweise ökologischem Anbau zurück. Viele umweltschädliche Düngemittel, Pestizide und Co. dürfen bei dieser Art der Landwirtschaft nicht verwendet werden, was allerdings nicht heißt, dass Bio das Nonplusultra des Lebensmittelanbaus darstellt. Dennoch können Sie davon ausgehen, dass Lebensmittel, die mit dem EU-Bio-Siegel gekennzeichnet sind, umweltschonender als andere Produkte sind.

4. Verzichten Sie auf Fertiggerichte

Fertiggerichte sind meist nicht besonders nachhaltig: Da die Lebensmittel stark verarbeitet wurden und verpackt sind, tragen diese nicht zu einer umweltfreundlichen Lebensweise bei. Wer der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte daher lieber frisch kochen und auf Fertiggerichte verzichten. Das schmeckt ohnehin besser und ist obendrein auch noch gesünder.

5. Reduzieren Sie den Konsum von tierischen Produkten

Vorab: Nicht jedes pflanzliche Produkt ist nachhaltiger als tierische Produkte – doch tendenziell trifft diese Aussage definitiv zu. Tierhaltung ist nicht nachhaltig, da sie unglaubliche Mengen an Ressourcen verbraucht. So werden beispielsweise häufig Soja und Mais als Futtermittel eingesetzt und in Monokulturen angebaut, was einer nachhaltigen Lebensweise definitiv nicht zuträglich ist. Zudem verbraucht der Anbau dieser Futtermittel jede Menge Wasser und Ackerfläche.

Wer auf tierische Produkte dennoch nicht verzichten will, sollte zumindest auf eine ökologische und biologisch verantwortungsvolle Produktion achten. Am besten achten Sie auch hier auf regionale Produkte, statt auf das abgepackte Fleisch aus dem Discounter zurückzugreifen – so tun Sie auch den Tieren einen Gefallen.

6. Schreiben Sie eine Einkaufsliste

Eine wichtige Maßnahme vor dem Einkauf ist das Schreiben einer Einkaufsliste – womit wir eigentlich auch schon bei einer weiteren Maßnahme in unserer Liste angekommen wären.

Jährlich landen alleine in Deutschland 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Dies entspricht sage und schreibe einem Drittel aller hierzulande produzierten Lebensmittel. Verbraucher sind dabei nicht ganz unschuldig: Häufig landen Lebensmittel im Müll, weil zu viel gekauft wurde. Durch das Anlegen einer Einkaufsliste werden Impulskäufe reduziert, was letztendlich zu einer nachhaltigeren Lebensweise beiträgt.


Maßnahme 2: Den Energieverbrauch reduzieren

Zu diesem Punkt haben wir bereits einen eigenen Artikel verfasst, da die dort angegebenen Informationen zu umfangreich sind, um diese an dieser Stelle zu integrieren. Wer mehr erfahren will, sollte daher einen Blick auf unseren Beitrag So sparen Sie Strom in der Küche werfen.

Die wichtigsten Maßnahmen:

  • Kaufen Sie energiesparende Küchengeräte. Kühlschrank, Gefriertruhe und Herd sind die größten Stromfresser in der Küche.
  • Nutzen Sie abschaltbare Steckdosen, um den Energieverbrauch im Standby-Modus zu vermeiden.
  • Wasserkocher, Mikrowelle & Co. verbrauchen deutlich weniger Energie als Herd und Backofen
  • Schalten Sie beim Kochen und Backen den Ofen vorzeitig aus und nutzen Sie dessen Restwärme.
  • Stellen Sie Kühlschrank und Gefriertruhe auf die optimale Kühltemperatur ein.
  • Verwenden Sie Energiesparlampen.
  • Spülen Sie Ihr Geschirr nicht per Hand ab, sondern nutzen Sie den Geschirrspüler – dieser ist wesentlich effizienter.

Maßnahme 3: Weniger Müll produzieren

1. Diesen Müll können Sie ganz einfach vermeiden

Wie oben bereits erwähnt, ist Plastikmüll ein großes Problem unserer Gesellschaft. In der Küche gibt es einige Methoden, den Müll einfach und schnell zu reduzieren. Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen ist der Verzicht auf Frischhaltefolie, Alufolie, Gefrierbeutel und Co. Auf dem Markt sind zahlreiche umweltfreundliche, nachhaltige Alternativen zur Lebensmittelaufbewahrung erhältlich: Greifen Sie stattdessen einfach auf wiederverwendbare Lebensmittelboxen aus Edelstahl, Glas oder Bioplastik zurück.

Denken Sie auch über folgende Maßnahmen nach:

  • Verwenden Sie statt Müllbeuteln aus Plastik lieber Alternativen aus Papier oder anderen abbaubaren Materialien.
  • Trinken Sie Leitungswasser, statt Wasserflaschen zu kaufen.
  • Kaufen Sie Joghurt und Milch in Glasbehältern, statt in Plastikbehältern.
  • Verzichten Sie auf Küchenrollen und Servietten aus Papier. Nutzen Sie stattdessen Produkte aus Stoff wie Geschirrtücher oder Stoffservietten.
  • Verbannen Sie Kaffeekapseln aus Plastik aus Ihrer Küche. Nutzen Sie stattdessen eine French Press oder herkömmliche Kaffeemaschinen.

2. Werfen Sie so wenig Lebensmittel wie möglich weg

Wie bereits beim Punkt Einkauf erwähnt, werden in Deutschland jährlich unglaubliche Mengen an Lebensmitteln einfach weggeworfen und vernichtet – obwohl diese ohne weiteres noch nutzbar wären.

Eine wichtige Maßnahme zur Reduktion des Lebensmittelmülls im Haushalt ist daher auch die richtige Aufbewahrung von Lebensmitteln. Informieren Sie sich, wie Sie gewisse Nahrungsmittel lagern müssen, damit diese nicht schlecht werden. Einige Gemüse- und Obstsorten sollten beispielsweise im Kühlschrank gelagert werden, während andere Sorten auf keinen Fall in kühlen Umgebungen aufbewahrt werden sollten. Nur wenn Sie wissen, wie Sie Ihre Lebensmittel aufbewahren müssen, sind diese maximal lange haltbar.

Womit wir auch schon bei einem weiteren Punkt wären: Viele Lebensmittel werden weggeworfen, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten wurde – doch auch das ist keinesfalls notwendig. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht gleichzusetzen mit einem Verbrauchsdatum. Mittlerweile gibt es im Web einige Infografiken, die aufzeigen, wie lange Lebensmittel auch über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus noch verzehrt werden können.

3. Trennen Sie Ihren Müll

Trotz dieser Maßnahmen werden Sie vermutlich nicht ganz ohne Müll in der Küche auskommen. Bei der Entsorgung von Verpackungsmaterialien und Co. sollten Sie daher wenigsten darauf achten, diesen richtig zu trennen. Nur wenn der Müll richtig getrennt ist, kann dieser recycelt werden – das gilt vor allem für Plastikmüll.

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