So sparen Sie Strom in der Küche

Küche
strom sparen energie kueche weniger verbrauch
Strom sparen in der Küche kann so einfach sein - wenn Sie diese Tipps befolgen (Bild: pixabay)

Das neue Jahr rückt immer näher – und möglicherweise hat sich der ein oder andere von Ihnen vorgenommen, im kommenden Jahr etwas mehr für die Umwelt zu tun. Oder vielleicht möchten Sie einfach die Stromrechnung etwas reduzieren. In jedem Fall haben wir in diesem Artikel die besten Tipps zum Stromsparen in der Küche für Sie zusammengestellt.

Die wohl stärkste Auswirkung auf den Stromverbrauch in der Küche haben die verwendeten Elektrogeräte. So treiben veraltete Technologien den Energieverbrauch beispielsweise meist durch eine ineffiziente Funktionsweise in die Höhe und sorgen so für hohe Stromkosten – doch dies sind nicht die einzigen Gründe für einen hohen Energieverbrauch. Das sind die wichtigsten Stromspartipps für Elektrogeräte in der Küche:


Kühlschrank und Gefriergeräte

Einer der größten Stromfresser in der Küche ist der Kühlschrank. Gleiches gilt für den Gefrierschrank beziehungsweise die Gefriertruhe. Zunächst sollten Sie sich also diesen beiden Geräten widmen, wenn Sie Ihren Stromverbrauch unkompliziert reduzieren möchten.

Ein erster kleiner Schritt ist dabei das Einstellen der optimalen Kühltemperatur. Häufig wird eine deutlich niedrigere Temperatur gewählt, als eigentlich notwendig wäre. Dadurch steigt der Energieverbrauch rapide an. Die optimale Kühltemperatur für den Kühlschrank liegt bei 7 Grad Celsius, für Gefrierschränke bei minus 17 Grad Celsius. Alles was darüber hinausgeht, ist verschwendete Energie.

Sollten Sie einzelne Fächer oder Teile der Gefriertruhe nicht benötigen, lassen Sie diese nicht leer stehen. Befüllen Sie diese stattdessen mit Styroporblöcken, um die leeren Fächer nicht unnötig zu kühlen.

Wenn Sie über ein älteres Kühlgerät verfügen, sollten Sie dieses außerdem regelmäßig auf Vereisungen kontrollieren. Vereiste Geräte verbrauchen deutlich mehr Energie, weshalb Kühlschranke und Gefrierschränke beziehungsweise -truhen regelmäßig abgetaut werden sollten.

Sollten Sie ein neues Gerät anschaffen wollen, achten Sie unbedingt auf die angegebene Energieeffizienzklasse. Obwohl sich Energieeffizienzklasse A nach einem besonders Strom sparenden Gerät anhört, sollten Sie bedenken, dass es auch die Klassen A+, A++ und sogar A+++ gibt. Sie sollten sich unbedingt für Energieeffizienzklasse A+++ entscheiden, da sich die höheren Anschaffungskosten durch den geringeren Stromverbrauch meist innerhalb kurzer Zeit amortisieren.

Womit wir auch schon beim letzten Tipp zum Thema Kühlgeräte angelangt wären: Wenn Sie das Elektrogerät in Ihrer Küche platzieren, sollten Sie eine Nähe zu wärmenden Geräten wie der Herdplatte, dem Backofen, der Waschmaschine oder der Heizung vermeiden. Stellen Sie den Kühlschrank außerdem nicht zu nahe an einem sonnigen Fenster auf. Allein durch die Platzierung können Sie erhebliche Kosten einsparen – und das ohne großen Aufwand.


Herd und Backofen

Ein weiteres Thema bei der Reduzierung des Stromverbrauchs ist die Auswahl des geeigneten Herds und Backofens. Auf die Vor- und Nachteile verschiedener Herdarten sind wir bereits in einem anderen Artikel ausführlich eingegangen. Dennoch soll an dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen werden, dass das Kochfeld eine enorme Auswirkung auf die Energieeffizienz in der Küche hat. Wenn Sie einen neuen Herd kaufen wollen, sollten Sie diese Hinweise beachten:

Sollten Sie über entsprechende Anschlüsse verfügen, kann ein Gasherd anstelle eines Elektroherds sinnvoll sein. Hier zahlen Sie zwar für das Gas, nicht aber für Strom. Da der Gaspreis meist deutlich unter dem Strompreis liegt, ist ein Gasherd für Sparfüchse die interessantere Wahl.

Wenn Sie nicht mit Gas kochen möchten, aber dennoch Wert auf eine besonders energiesparende Umgebung legen, dann sollten Sie bei der Anschaffung eines neuen Herdes definitiv über Induktionskochfelder nachdenken. Die Hitze wird durch ein starkes Magnetfeld erzeugt, das die Wärme an spezielle Töpfe und Pfannen weitergibt. Ein Induktionsherd benötigt dadurch rund ein Fünftel weniger Energie als etwa ein Kochfeld aus Glaskeramik.

Bei der Auswahl eines geeigneten Backofens sollten Sie darauf achten, dass dieser über eine Umluft-Funktion verfügt. Gegenüber Ober-/Unterhitze ist diese Einstellung besonders energiesparend, da sie eine geringere Hitze notwendig macht und die Garzeit der Gerichte darüber hinaus meist auch noch verringert. Hitzeschutztüren reduzieren den Stromverbrauch zusätzlich.

Bezüglich der Energieeffizienzklasse sollten Sie bei Backöfen auf A+++ zurückgreifen, da dies aktuell die effizienzteste Klasse ist. Herdplatten weisen aktuell noch keine Kennzeichnung nach EU-Energielabel auf, weshalb der Vergleich einzelner Geräte schwieriger ist. Bei Kombigeräten bezieht sich die Angabe der Effizienzklasse aus diesem Grund immer nur auf den Backofen, nicht aber auf den Herd.


Strom sparen beim Kochen und Backen

Auch beim täglichen Kochen oder Backen können Sie sehr einfach Strom sparen. Beispielsweise können Sie sowohl beim Backofen als auch bei der Herdplatte die vorhandene Restwärme zum Kochen nutzen. Schalten Sie das Gerät einfach schon einige Minuten vor dem Ende der im Rezept angegebenen Garzeit aus. Auf das Vorheizen des Backofens können Sie in der Regel außerdem getrost verzichten. Die Backofentür sollten Sie so selten wie möglich öffnen – jedes Öffnen lässt Hitze entweichen, was den Energieverbrauch nach oben treibt.

Wenn Sie heißes Wasser benötigen, nutzen Sie den Wasserkocher zum Erhitzen der Flüssigkeit, statt den Herd – auch wenn Sie damit kochen möchten. Der Wasserkocher verbraucht deutlich weniger Strom. Greifen Sie außerdem öfter auf die Mikrowelle zurück, sofern Sie eine besitzen: Gerade bei kleineren Portionen arbeitet diese deutlich energiesparender, da Sie damit nur das Gericht erwärmen, während der Backofen seinen gesamten Innenraum aufheizt. Tauen Sie gefrorene Gerichte außerdem vor dem Erhitzen auf, das spart ebenfalls Strom.


Allgemeine Stromspartipps

Neben den genannten Infos sollten Sie darüber hinaus folgende Hinweise beachten, wenn Sie den Stromverbrauch in Ihrer Küche weiter reduzieren möchten:

  • In der Küche gibt es einige versteckte Energiefresser wie Kaffeemaschine, Toaster oder Wasserkocher: Nutzen Sie für diese Geräte eine abschaltbare Steckdosenleiste, um keine unnötige Energie im Standby-Modus zu verschwenden.
  • Reinigen Sie Dunstabzugshaube regelmäßig, um den Energieverbrauch zu verringern beziehungsweise tauschen Sie die Filter regelmäßig aus, wenn Sie über keine waschbaren Metallfilter verfügen.
  • Wie im ganzen Haus können Sie für einen geringeren Stromverbrauch LED-Lampen oder Energiesparlampen einsetzen.
  • Das Spülen im Geschirrspüler ist effizienter als das Spülen per Hand – die aktuell beste Energieeffizienzklasse für Spülmaschinen ist A+++.
  • Achten Sie auf ein passendes Größenverhältnis zwischen Herdplatte und Topf. Der Topf sollte die Herdplatte bedecken, um keine Energie zu verschwenden.
  • Ein großer Kühlschrank ist wesentlich energieeffizienter als zwei kleine Geräte. Gleiches gilt für den Gefrierschrank.
  • Streichen Sie die Wände in Ihrer Küche in hellen Farben und greifen Sie auf helle Möbel zurück, dadurch sparen Sie sich in der Dämmerung oder bei schlechtem Wetter häufig den Einsatz von Lampen – dies liefert zwar nur einen minimalen Effekt, aber kann bei ohnehin hellen Räumen dennoch berücksichtigt werden.
  • Stellen Sie nur abgekühlte Gerichte in den Kühlschrank, keine noch warmen Speisen.

Wenn Sie diese Tipps und Hinweise befolgen, sollte einer energiesparenden Küche nichts mehr im Wege stehen. So tun Sie nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern sparen darüber hinaus bares Geld.

 

Zurück