Superfood Matcha: Alle Infos

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Matcha-Latte ist ein beliebtes Trendgetränk, das sich einfach zu Hause herstellen lässt. (Bild: pixabay)

Matcha erobert seit einigen Jahren zunehmend heimische Küchen – sei es zum Kochen, zum Backen oder zur Zubereitung köstlicher Getränke. Kein Wunder, immerhin werden dem grünen Teepulver wahre Wunderwirkungen zugeschrieben. Wir verraten Ihnen, was wirklich hinter dem Superfood steckt, woran Sie hochwertiges Pulver erkennen und in welchen Rezepten Sie es am besten verwenden können.


Wissenswertes zum Thema Matcha

Was ist Matcha?

Zunächst zum Grundlegenden: Viele Menschen fragen sich, was Matcha eigentlich genau ist. Das ist einfach erklärt: Matcha ist ein Pulver, das aus Grüntee-Blättern gewonnen wird. Genauer gesagt wird Matcha aus Tencha-Blättern hergestellt.

Die Teeblätter werden vor der Ernte mehrere Wochen beschattet, damit nur noch sehr wenig Sonnenlicht zu den Gärten durchdringt. Nachdem die dunkelgrünen Blätter abgeerntet wurden, werden sie gedämpft und schonend getrocknet. Im Anschluss daran werden Stängel und Co. aussortiert und nur die restlichen feinen Teeblätter zu Pulver gemahlen. Da der Herstellungsprozess sehr aufwendig ist, ist Matcha entsprechend teuer.

Hochwertiges Matcha-Pulver erkennen

Im Handel finden sich mittlerweile zahlreiche Anbieter für das Wunderpulver, die sich teilweise erheblich unterscheiden – sowohl hinsichtlich Preis als auch hinsichtlich Qualität. Da der Begriff Matcha nicht geschützt ist, gibt es keine einheitlichen Regelungen, wie das Pulver zusammengesetzt sein muss. Ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erkennen, ist bei Matcha aber gar nicht so schwer. Achten Sie einfach auf folgende Eigenschaften:

  • Die Farbe des Pulvers
  • Je intensive das Grün des Matcha-Tees ausfällt, desto höher in den meisten Fällen auch die Qualität.
  • Den Duft des Pulvers
  • Qualitativ hochwertiges Matcha duftet angenehm nach grünem Tee und hat eine leicht herbe Note.
  • Die Konsistenz des Pulvers
  • Je feiner die Tencha-Blätter gemahlen wurden, desto höher ist häufig auch die Qualität des Pulvers.
  • Bio-Siegel auf der Verpackung
  • Beim Anbau von Tencha können Pestizide und andere Mittel verwendet werden. Verfügt das Produkt über ein Bio-Siegel sollte dies nicht der Fall sein.
  • Auf Zusatzstoffe achten
  • Lesen Sie die Hinweise auf der Verpackung durch: Wurden beispielsweise Zucker oder Farbstoffe zugesetzt, sollten Sie lieber auf das Matcha-Pulver eines anderen Herstellers zurückgreifen.

Wenn Sie diese Hinweise beachten, erhalten Sie üblicherweise ein qualitativ hochwertiges Pulver, das sich bedenkenlos beim Kochen oder Backen verwenden können.

Superfood: Ist der Grüntee gesund?

Matcha enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe und ist reich an Antioxidantien, die bei Matcha noch stärker wirken als bei herkömmlichem grünen Tee. Ebenso wie in Grüntee ist in Matcha-Pulver außerdem Teein (beziehungsweise Koffein) enthalten, was den Kreislauf anregt. Während Koffein beim Trinken von Kaffee schnell freigesetzt wird, schreitet dieser Prozess bei Matcha oder grünem Tee deutlich langsamer voran, wodurch die anregende Wirkung länger anhält.

Der wohl bedeutendste Inhaltsstoff von Matcha ist allerdings Epigallocatechin-Gallat (EGCG). EGCG ist der Grund, warum Matcha als wahres Wundermittel oder Superfood gilt. Der Wirkstoff wirkt sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus und soll angeblich sogar Schlaganfällen vorbeugen. Außerdem wird vermutet, dass EGCG das Wachstum von Tumoren hemmen kann. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Diese Wirkung des Pulvers wurde bislang nicht durch ausführliche Langzeitstudien bestätigt, weshalb Sie den gesundheitlichen Aspekt nicht überbewerten sollten.


Matcha-Pulver verwenden: Rezepte

Matcha-Latte selber machen: So funktioniert’s

Das brauchen Sie dafür:

  • 1 TL Matcha-Pulver (je mehr Pulver Sie verwenden, desto herber schmeckt das Getränk
  • Milch oder vegane Alternativen wie Mandel- oder Sojamilch
  • Eventuell Süßungsmittel wie Agavendicksaft oder Honig
  • Heißes Wasser
  • Traditioneller Bambusbesen (alternativ: Schneebesen)
  • Milchaufschäumer

So bereiten Sie das Getränk zu

  1. Kochen Sie das Wasser auf und warten Sie kurz. Matcha-Pulver sollte nicht mit kochendem Wasser übergossen werden.
  2. Schütten Sie das heiße Wasser über das Matcha-Pulver, bis das Gefäß zu einem Drittel gefüllt ist. Rühren Sie dabei mit dem Bambusbesen um, damit sich keine Klümpchen bilden.
  3. Erhitzen Sie jetzt die Milch und schäumen Sie sie im Anschluss auf.
  4. Gießen Sie jetzt die Milch zum Matcha-Tee, bis das Gefäß komplett gefüllt ist.
  5. Anschließend können Sie noch Süßungsmittel hinzufügen, falls Ihnen der Matcha-Latte zu herb schmeckt.
  6. Fertig ist das Trendgetränk.

Rezept für leckeres Matcha-Tiramisu

Diese Zutaten benötigen Sie:

  • 300g-500g Mascarpone
  • 200g-300g Naturjoghurt
  • 2-3 frische Eigelb
  • 75g-150g Löffelbiskuits
  • 1-2 Päckchen Vanillezucker
  • 1-2 Vanilleschoten
  • 2-3 TL Matcha-Pulver
  • 2-3 EL Amaretto
  • Etwas Matcha-Pulver zum Bestreuen

So funktioniert das Rezept:

  1. Bereiten Sie zunächst Matcha-Tee zu, indem Sie das Matcha-Pulver mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen und dabei mit einem traditionellen Bambusbesen oder alternativ mit einem Schneebesen umrühren.
  2. Vermischen Sie den Matcha-Tee mit dem Amaretto
  3. Nehmen Sie anschließend eine eckige Back- oder Auflaufform und belegen Sie den Boden mit den Löffelbiskuits.
  4. Beträufeln Sie die Löffelbiskuits anschließend gleichmäßig mit einem Teil des Matcha-Tees.
  5. Vermischen Sie dann die Mascarpone mit dem Naturjoghurt, dem Eigelb und dem Vanillezucker.
  6. Schneiden Sie die Vanilleschote auf und kratzen Sie das Mark heraus. Vermischen Sie dieses ebenfalls mit der Mascarpone.
  7. Bestreichen Sie die Löffelbiskuits jetzt mit der Mascarpone-Mischung.
  8. Anschließend fügen Sie eine weitere Schicht Löffelbiskuits hinzu, beträufeln diese erneut mit Matcha und fügen eine weitere Schicht Mascarpone darauf. Dies machen Sie so lange, bis keine Mascarpone mehr vorhanden ist. Die oberste Schicht muss aus der Mascarpone-Mischung bestehen.
  9. Die oberste Schicht bestreuen Sie abschließend mit etwas Matcha-Pulver. Sie können auch frische Beeren oder anderes Obst für die Dekoration verwenden.
  10. Fertig ist das Matcha-Tiramisu.

Weitere Ideen für den Einsatz des Pulvers

Abschließend möchten wir Sie noch darauf hinweisen, dass Sie Matcha-Pulver grundsätzlich überall einsetzten können, wo beim Backen normalerweise Kakao oder Kaffee-Pulver zum Einsatz kommt. So lassen sich beispielsweise ganz einfach Matcha-Cupcakes, grüne Buttercreme-Torten oder Puderzucker-Glasuren mit Matcha erstellen, indem das Pulver einfach zum Topping hinzugefügt wird. Ausprobieren ist angesagt.

 

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