Das steckt hinter dem Slow Living Wohntrend

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Eine minimalistische Einrichtung passt hervorragend zum Slow Living Konzept. (Bild: unsplash)

Entspannung, Entschleunigung, Achtsamkeit – für viele Menschen Ideale, denen sie nur schwer folgen können. Wenn auch Sie sich für das neue Jahr etwas mehr Ruhe und Besinnung im Alltag wünschen, dann sollten Sie es mal mit Slow Living versuchen. Wir verraten Ihnen was hinter dem Lebensstil steckt und wie Sie das langsame Leben auch als Wohntrend in Ihren eigenen vier Wänden umsetzen können.


Das steckt hinter Slow Living

Slow Living bezeichnet einen ganzheitlichen Lebensstil, der seinen Ursprung in der Slow-Food-Bewegung der 1980er und 1990er Jahre hat. Slow Food wurde dabei als Gegenbewegung zu Fast Food ins Leben gerufen, wobei Slow Food eine Besinnung auf eine eher traditionelle Produktionsweise von Lebensmitteln in Abgrenzung zur industriell gefertigten Nahrung propagierte. Slow wird in diesem Zusammenhang auch als Acronym verstanden, wobei S für sustainable (nachhaltig), L für local (lokal/regional), O für organic (Bio) und W für whole (ganz/unverarbeitet) steht.

Auf Slow Living im Ganzen umgemünzt bedeutet dieser Lebensstil eine Reduzierung auf das Wesentliche, was mit einem entschleunigten Alltag und einer erhöhten Achtsamkeit einhergeht. Es muss nicht jedem Trend gefolgt werden, da dies ein hektischeres, materialistisches Leben bedeutet. Ziel soll sein, das Leben bewusster wahrzunehmen und zu genießen und gezielt Freiräume zu schaffen.

Dies lässt sich in Teilen auch durch eine neue Strukturierung des Wohnraums erreichen. Ein minimalistisches Detox-Konzept im Eigenheim trägt ebenfalls zu Entschleunigung und einem freieren Gefühl bei, das als Ziel von Slow Living gilt.


So funktioniert das langsame Leben

Falls Sie im neuen Jahr ebenfalls dem Slow Living Konzept folgen wollen, können Sie damit schon mit einigen wenigen Schritten beginnen. Am aller wichtigsten beim langsamen Leben: Verdeutlichen Sie sich ihre persönlichen Prioritäten und handeln sie auch danach. Folgen Sie nicht jedem Trend, sondern nur den Dingen, die ihren Zielen und Idealen entsprechen und handeln Sie danach.

Im Sinne von „Weniger ist Mehr“, das als Leitgedanke von Slow Living gilt: Schränken Sie ihren Konsum so weit wie möglich ein und konsumieren Sie insgesamt bewusster – und das gilt nicht nur im Wohnbereich, sondern auch im Alltag. Reduzieren Sie Ihren Konsum auf ein Minimum, sortieren Sie nicht benötigte Dinge aus und schaffen Sie Ordnung und freie Räume in Ihrem Zuhause und Ihrem Leben. Nehmen Sie sich auch in stressigen Zeiten immer wieder bewusst Zeit für sich selbst, für Entspannung und Nichtstun. Seien Sie nicht immer erreichbar und entschleunigen Sie das hektische Leben. Gehen Sie zu Fuß oder nehmen Sie das Rad, statt das Auto.

Nehmen Sie sich also einfach Zeit für die langsamen Dinge des Lebens – im Sinne von Slow Food beispielsweise auch für das Kochen von Mahlzeiten, die ohne Fertigprodukte auskommen. Nudeln, Brot, Gemüsebrühe und Co. einfach mal selber machen, statt zu kaufen, bringt häufig Entspannung und ein besseres Gefühl beim Essen, für das Sie sich ebenfalls mehr Zeit nehmen sollten. Genießen Sie Ihre selbst zubereiteten Mahlzeiten in Ruhe. Schon kleine Dinge tragen zu Slow Living bei.


Slow Living und Minimalismus

Durch eine Reduzierung auf das Wesentliche, geht der Slow Living Trend Hand in Hand mit einem minimalistischen Einrichtungsstil. Nicht genutzte oder unliebsame Möbelstücke und Deko-Objekte werden aussortiert, um mehr Freiraum zu schaffen und so ein leichteres Lebensgefühl zu erreichen. Bei der Umsetzung von Slow Living im Wohnraum sollten Sie unter anderem auf folgende Punkte achten:

  • Reduzieren Sie Ihre Einrichtung auf die wirklich notwendigen Dinge und sortieren Sie Mitbringsel und Andenken, die nur im Regal verstauben, aus. Beschränken Sie sich auf einige wenige ausgewählte Deko-Objekte.
  • Beschränken Sie die Farbauswahl und setzen Sie hauptsächlich auf dezente Farben. Typisch für den Minimalismus sind Weiß, Beige, Grau oder Schwarz sowie wenige Pastelltöne. Setzen Sie in jedem Fall nur wenige farbige Akzente.
  • Achten Sie auf eine symmetrische Anordnung Ihrer Möbel, um ein geradliniges Design-Konzept umzusetzen.
  • Verwenden Sie ganz im Sinne des Slow Living Konzeptes nur natürliche Materialien, die bevorzugt nachhaltig und/oder lokal produziert wurden.
  • Schaffen Sie Freiflächen: Regale, Oberflächen und Stellflächen in einer Wohnung sollten nicht überlastet werden.

Natürlich umfasst Slow Living noch viele weitere Aspekte, die in diesem Artikel nur kurz oder gar nicht angeschnitten wurden – das würde an dieser Stelle aber auch zu weit führen. Die Kerngedanken von Slow Living im Wohnbereich lassen sich aber relativ einfach zusammenfassen: Weniger ist mehr, Qualität vor Quantität und Freiraum statt Konsum. Wenn Sie sich an diese Leitlinien halten, klappt es auch bei Ihnen im neuen Jahr mit einem bewussteren und achtsameren Alltag.

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