Einrichtungstrend: Nachhaltig wohnen

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Nachhaltig zu wohnen muss gar nicht schwierig sein (Bild: Noah Buscher via Unsplash)

Viele Menschen haben es sich zum Ziel gesetzt, ein nachhaltiges Leben zu führen. Die meisten denken dabei allerdings an alltägliche Dinge wie den Einkauf oder das Recyceln – doch auch bei der Einrichtung gibt es zahlreiche Tipps und Tricks, die Ihnen beim Führen eines ressourcenschonenden Lebens behilflich sein können. Wir haben den Trend des nachhaltigen Einrichtens für Sie unter die Lupe genommen und verraten Ihnen, welche Maßnahmen Sie einfach umsetzen können.

Tipp 1: Achten Sie auf Qualität

Beim Kauf neuer Möbel sollten Sie vor allem darauf achten, dass diese eine hohe Qualität aufweisen. Für günstige Einrichtungsgegenstände bezahlen Sie am Ende des Tages oft mehr als für zunächst etwas teurer erscheinende Varianten, da sie nicht besonders lange halten und dadurch häufiger ausgetauscht werden müssen. Wer beim Kauf auf Qualität achtet, schont Ressourcen und kann sein Zuhause dadurch wesentlich nachhaltiger gestalten.

Tipp 2: Laufen Sie nicht jedem Trend hinterher

Während in einem Jahr skandinavisches Design besonders angesagt ist, ist es im nächsten Jahr plötzlich Shabby Chic. Wer da mithalten will, muss jedes Jahr neue Möbel und Deko-Objekte besorgen – und Teile der alten Einrichtung dementsprechend entsorgen. Das ist weder besonders nachhaltig, noch besonders vorteilhaft für den eigenen Geldbeutel.

Statt ganz auf den neuen Trend zu verzichten, gibt es eine weitere Alternative: Arbeiten Sie mit den Materialien, die Sie bereits Zuhause haben. Häufig lassen sich mithilfe einer neuen Wandfarbe und einer etwas veränderten Dekoration ganz neue Looks kreieren – ganz ohne die alten Möbel zu entsorgen. In diesen Fällen lohnt sich häufig auch Upcycling: Verändern Sie Ihre bestehenden Einrichtungsgegenstände, um Sie dem neuen Trend anzupassen. Das ist definitiv nachhaltiger als jedes Jahr massenweise Gegenstände zu entsorgen und neuzukaufen.

Tipp 3: Setzen Sie auf nachwachsende Rohstoffe

Wer nachhaltig leben will, setzt bei der Einrichtung und bei Deko-Gegenständen am besten auf nachwachsende Rohstoffe. Dazu zählen unter anderem Holz, Baumwolle, Leinen und viele andere Pflanzenfasern wie etwa Hanf. Statt also eine Tischdecke aus Plastik zu kaufen, greifen Sie lieber auf die Variante aus Baumwolle zurück. Statt die neue Küche aus Kunststoff zu wählen, nehmen Sie lieber die Küche aus Echtholz. Bei der Wohnungseinrichtung gibt es viele Optionen, die Sie in Betracht ziehen können.

Gleiches gilt für Gebrauchsgenstände: Verzichten Sie auf den Einsatz von Küchenrolle, Frischhaltefolie, Alufolie und Co. Nutzen Sie stattdessen wiederverwendbare Produkte wie waschbare Leinentücher.

Tipp 4: Verzichten Sie auf Tropenholz

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und bei einer nachhaltigen Lebensweise daher beliebt. Dabei gibt es allerdings eine Einschränkung: Handelt es sich bei dem verwendeten Holz um Tropenholz, kann von Nachhaltigkeit keine Rede mehr sein. Durch illegale Abholzungen werden jedes Jahr große Flächen des Regenwaldes abgebaut, was das Ökosystem zunehmend bedroht.

Bei der Zusammenstellung Ihrer Einrichtung sollten Sie daher auf Tropenholz verzichten und lieber auf heimische Holzarten wie Eiche oder Buche zurückgreifen. Fragen Sie im Zweifelsfall einfach beim jeweiligen Möbelhersteller nach, um sicherzugehen, dass das verwendete Holz aus heimischen Gefilden stammt. Dadurch werden auch lange Transportwege vermieden, was ebenfalls stark zu einem nachhaltigeren Leben beiträgt.

Tipp 5: Kaufen Sie Secondhand

Statt neue Möbel und Deko-Objekte zu kaufen, können Sie gebrauchte Gegenstände erwerben und diese gegebenenfalls restaurieren. Für den Einrichtungstrend Vintage ist das sogar unerlässlich. Gebrauchte Einrichtungsgegenstände können Sie ganz einfach ausfindig machen: Gute Fundorte sind unter anderem Flohmärkte, Wohnungsauflösungen, eBay, eBay Kleinanzeigen, Anzeigen in der örtlichen Tageszeitung und so weiter.

Tipp 6: Achten Sie auf Energieeffizienz

Wenn Sie sich ein neues Elektrogerät zulegen wollen, sollten Sie auf die jeweilige Energieeffizienzklasse achten. Je nach Gerät gibt es hier erhebliche Unterschiede, die sich beim Stromverbrauch enorm bemerkbar machen. Indem Sie nur effiziente Technologien verwenden, können Sie große Mengen an Energie einsparen.

Weitere Informationen zu diesem Punkt haben wir in unserem Artikel "So sparen Sie Strom in der Küche" für Sie zusammengestellt. Dort finden Sie alles Wissenswerte zum Thema Energieeffizienz und worauf Sie bei der Auswahl von Elektrogeräten achten sollten.

Tipp 7: Geräte ausleihen, statt kaufen

Falls Sie ein neues Elektrogerät anschaffen wollen, denken Sie darüber nach, ob sich das wirklich lohnt: Handelt es sich um ein Gerät, das sie nur gelegentlich benötigen, kann es sinnvoll sein, dieses nicht zu erwerben, sondern auszuleihen. Möglicherweise können Sie bestimmte Gegenstände auch gemeinsam mit ihren Nachbarn oder Freunden anschaffen, statt sie alleine zu kaufen. So wird das Gerät besser ausgenutzt und verstaubt nicht ungenutzt irgendwo im Abstellraum.

Fazit: Nachhaltiges Wohnen muss nicht schwierig sein

Wer auch beim Wohnen auf Nachhaltigkeit achten will, dem stehen viele Möglichkeiten offen, sein Leben ressourcenschonender zu gestalten. Und wie Sie sehen, muss das gar nicht aufwendig sein. Ein nachhaltigerer Alltag lässt sich häufig schon durch kleine Schritte erreichen – irgendwo muss nur ein Anfang gemacht werden.

Weitere Infos zum Thema Nachhaltigkeit im Alltag haben wir in unseren Artikeln "Nachhaltigkeit in der Küche: Das sollten Sie beachten" und dem Artikel "Müll vermeiden: Tipps & Tricks" für Sie zusammengefasst.

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