Einrichtungstrend: Retro-Stil

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Besonders beliebt in amerikanischen Retro-Küchen: ein nostalgischer Schachbrett-Fußboden und Barhocker. (Bild: unsplash)

Von Vintage über Shabby Chic bis hin zu Retro: Die Rückbesinnung auf alte Zeiten und deren Trends erfreut sich zunehmender Beliebtheit und macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht halt. Zunehmend kehren die Möbel-Trends vergangener Jahre zurück in unsere Häuser und Wohnungen und verleihen diesen einen nostalgischen Flair. Wir verraten Ihnen, wie Sie den Retro-Stil in Ihrer Küche am einfachsten nachahmen können und wie sich der Einrichtungstrend von anderen Strömungen unterscheidet.

Einrichtung im Retro-Stil

Retro-Trend: Das steckt dahinter

Retro bezeichnet zunächst nichts anderes, als rückwärtsgewandte Entwicklungen oder Strömungen im Lifestyle-Bereich. Dabei ist der Retro-Begriff nicht besonders präzise – sowohl in der Modewelt als auch in der Architektur und Inneneinrichtung bezeichnet der Retro-Trend einfach einen Rückgriff auf bereits Dagewesenes. Eine konkrete Eingrenzung auf einen bestimmten Zeitraum findet dabei zunächst nicht statt.

Wirft man allerdings einen Blick in Möbelkataloge und Co. wird schnell deutlich, was mit dem Retro-Trend heute meist konkret gemeint ist: Die Umsetzung einer Einrichtung im Stil der 50er-, 60er- oder 70er-Jahre. Doch das sollte Sie nicht davon abhalten, auch eine andere Epochen nachzustylen. Der Retro-Trend ist grundsätzlich auf keine bestimmte Zeit festgelegt.

Retro vs. Vintage: So unterscheiden sich die Einrichtungsstile

Beschäftigt man sich mit dem Retro-Stil, stellt sich schnell die Frage, inwiefern sich dieser Trend von anderen nostalgisch aufgeladenen Einrichtungsstilen wie Vintage oder Shabby Chic unterscheidet.

Der Unterschied ist eigentlich recht einfach erklärt: Obwohl der Vintage-Stil hauptsächlich in den Jahren zwischen 1920 und 1980 angesiedelt ist, was zu einer zeitlichen Überschneidung der beiden Stile führt, gibt es kaum Gemeinsamkeiten mit dem Retro-Look. Im Gegensatz zum Retro-Stil bezeichnet Vintage gebrauchte Möbelstücke, die aus den genannten Jahren stammen. Der Retro-Stil greift hingegen lediglich die Trends vergangener Jahrzehnte auf – die Möbelstücke sind allerdings neu.

Als dritte Strömung dieser Art kann der Shabby Chic angesehen werden. Bei diesem Einrichtungstrend werden wie beim Retro-Look neue Möbelstücke eingesetzt, keine gebrauchten. Diese werden allerdings künstlich abgenutzt, um einen Used-Look zu erzeugen. Dies ist beim Retro-Trend nicht der Fall.

Obwohl es sich bei den drei Trends um unterschiedliche Einrichtungsstile handelt, können diese wunderbar miteinander kombiniert werden. Durch einen Einsatz von gebrauchten, neuen und künstlich abgenutzten Stücken kann durchaus ein harmonisches Gesamtbild entstehen, das keinem der drei Stile zugeordnet werden muss.


Küche im Retro-Stil einrichten

Einrichtungstipp: Festlegen auf eine Epoche

Bevor Sie sich an die Auswahl der Möbel und der Deko machen, sollten Sie zunächst darüber nachdenken, welchen Stil Sie konkret vor Augen haben. Am besten legen Sie sich dazu auf eine Epoche fest, um ein harmonisches Gesamtkonzept verfolgen zu können. Es bietet sich an, sich auf ein Jahrzehnt wie die 50er- oder 60er-Jahre festzulegen. Anschließend können Sie recherchieren, wie Küchen in dieser Zeit konkret eingerichtet waren und passende Ideen in Ihre Wohnung integrieren.

Dabei müssen Sie übrigens nicht unbedingt auf eine Küche im Retro-Stil zurückgreifen: Der Retro-Look lässt sich meist schon mithilfe einiger weniger Mittel erzeugen. So können Sie eine minimalistische Küche beispielsweise hervorragend mit Dekorationen und Tapeten im Retro-Stil kombinieren, um einen nostalgisch eingerichteten Raum zu erzeugen, der einen sofort in vergangene Epochen versetzt.

Ein Muss für Retro-Küchen: knallige Farben wie Orange, Gelb oder Grün – gerne auch in Kombination. Pendelleuchten, Blechschilder, geometrisch gemusterte Kissen und Stoffbezüge – bezüglich der Dekoration haben Sie freie Hand. Übrigens immer ein besonderer Hingucker: Klobige Retro-Kühlschränke in knalligen Farben oder zarten Pastell-Tönen.

Weniger ist mehr – auch beim Retro-Look

Wie meist gilt auch bei diesem Einrichtungstrend: weniger ist mehr. Selbst wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihre Küche im Retro-Look einzurichten, sollten Sie diese nicht mit Retro-Elementen überladen. Zu viele Retro-Objekte können schnell erdrückend wirken – vor allem wenn Sie sich auf einen Look festlegen, der mit viel Holz oder dunklen Farbtönen arbeitet.

Die momentan besonders beliebten Retro-Tapeten werden beispielsweise heutzutage kaum mehr großflächig eingesetzt, sondern eher als Akzentgeber und besonderer Hingucker. Eine Wand oder ein Abschnitt an einer Wand reicht meist schon aus, um einen nostalgischen Look zu erzeugen – vor allem wenn Sie diesen noch mit Deko-Elementen wie Lampen oder Kissen vervollständigen.

Verzichten Sie also darauf, alle Elemente in Ihrer Küche im Retro-Look zu stylen. Es ist absolut nicht notwendig, Küchenmöbel im Retro-Stil anzuschaffen, Retro-Tapeten anzubringen, zahlreiche Deko-Objekte zu platzieren und einen Boden im Retro-Stil auszuwählen. Einzelne Elemente wie ein großer Retro-Kühlschrank wirken häufig sogar stärker, wenn sie als Highlight in einem eher minimalistisch gehaltenen Umfeld platziert werden.

 

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