Einrichtungstrend: Vintage

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Alte Küchenherde aus (Ur-)Großmutters Zeiten passen perfekt zum Vintage-Stil in der Küche. (Bild: Pixabay)

Vintage-Möbel liegen im Trend. Einzelstücke aus den 20er bis 70er Jahren des 20. Jahrhunderts werten das Zuhause auf und gelten als echter Hingucker. Darüber hinaus lassen sich Vintage-Möbel sehr einfach zu modernen Einrichtungen kombinieren, verleihen jedem Raum dabei aber einen besonderen Charme. Wir verraten Ihnen, warum der Einrichtungstrend momentan so beliebt ist, wie Sie den Vintage Look in Ihrer Küche umsetzen und wie sich der Stil vom Shabby Chic unterscheidet.

Faszination Vintage: Darum sind die Möbelstücke so beliebt

Der Vintage-Stil ist seit Jahren so beliebt, dass mittlerweile sogar neue Möbel im Used-Look produziert werden und abgenutzte Oberflächen verpasst bekommen (dabei handelt es sich dann allerdings nicht mehr um Vintage, doch dazu unten mehr). Doch was macht die Faszination Vintage eigentlich aus?

Zum einen handelt es sich bei Vintage-Möbeln meist um besondere Einzelstücke, die nicht an jeder Ecke verfügbar und tausendfach in fast allen modernen Wohnungen zu finden sind. Das macht den besonderen Reiz an einer Vintage-Einrichtung aus: Entweder Sie machen sich gezielt auf die Suche nach einem bestimmten Möbelstück, das Sie irgendwo bereits einmal entdeckt haben, oder sie lassen sich von der verfügbaren Auswahl überraschen und kaufen spontan die Möbel, die gefallen. Wenn Sie nach einem bestimmten Möbelstück suchen, müssen Sie sich allerdings meist auf eine lange Suche einstellen – umso größer ist dann allerdings die Freue, wenn das Möbelstück endlich aufgetrieben wurde.

Ein weiterer besonderer Reiz von Vintage-Möbeln: Da die Oberflächen meist bereits abgenutzt sind und deutliche Gebrauchsspuren aufweisen, werden diese häufig noch aufbereitet, bevor sie in einer Wohnung zum Einsatz kommen. Mal übernimmt dies der Händel, mal kann der Käufer aber auch selbst Hand anlegen. Dies bietet wiederum den Vorteil, dass die Möbel ganz neugestaltet werden und mit Ihrem eigenen Look versehen werden können. Dadurch erhalten Sie ein wirkliches Einzelstück, das nirgendwo sonst in dieser Form zu haben ist.

Für viele Vintage-Fans ebenfalls ein wichtiger Vorteil: Da Vintage-Möbel bereits mehrere Jahre auf dem Rücken haben, handelt es sich dabei meist um qualitativ sehr hochwertige Möbel. Oft wurden bei der Herstellung hochwertige Materialien wie Leder oder Vollholz verwendet, weshalb die Möbel eine lange Zeit überstanden haben, ohne kaputt zu gehen. Diese Qualität ist heute meist nicht mehr erhältlich.

Shabby Chic und Vintage: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Shabby Chic und Vintage ähneln sich hinsichtlich der Möbelauswahl sehr, da beide Trends auf gebrauchte beziehungsweise gebraucht aussehende Möbelstücke setzen. Dementsprechend schwer fällt häufig eine Unterscheidung. Doch es gibt einige wesentliche Punkte, anhand derer die beiden Einrichtungsstile voneinander abgegrenzt werden können.

Während beim Vintage-Stil ausschließlich ältere, gebrauchte Möbelstücke eingesetzt werden, werden die Möbel beim Shabby Chic teilweise speziell mit diesem gebrauchten Look gefertigt. Neue Möbelstücke werden bewusst so designed, dass sie abgenutzt und in die Jahre gekommen aussehen. Dementsprechend sind Produkte aus bekannten Möbelhäusern nicht für einen Vintage-Stil geeignet, sondern höchstens für Shabby Chic. Vintage-Möbelstücke finden sich hingegen auf dem Flohmarkt, in Kleinanzeigen, in Antiquitätenläden, bei Auktionshäusern oder werden von Familienangehörigen an die Nachkommen weitergegeben. Mittlerweile gibt es übrigens auch zahlreiche Onlineshops, die sich auf den Verkauf von Vintage-Möbeln spezialisiert haben.

Ein weiterer wichtiger Unterschied: Beim Shabby Chic ist es besonders wichtig, einen Stilbruch zu erzeugen und Möbel mit verschiedenen Stilen miteinander zu kombinieren. So kommen diverse Einzelstücke in einem Raum zum Einsatz. Im Gegensatz dazu, verfolgt der Vintage-Look meist einen eher perfektionistischen Ansatz: Alle Möbel im Raum verfolgen eine gemeinsame Linie und gehören beispielsweise zum Retro- oder Landhausstil. Natürlich ist es aber auch möglich, Einzelstücke im Vintage-Stil als besonderen Hingucker und als bewussten Stilbruch in einem Raum zu platzieren.

Vintage-Look in der Küche

In der Küche ist es meistens relativ einfach, einen Vintage-Look umzusetzen – selbst wenn Sie über eine nagelneue Küche verfügen. Einzelstücke aus der Vintage-Zeit lassen sich ideal zu modernen Küchen kombinieren. So können Sie beispielsweise einen Vintage-Esstisch, Vintage-Stühle oder einen auffälligen Schrank als besonderen Hingucker in der Küche platzieren. Ganz besonders geeignet: Ein antiker, gebrauchter Küchenherd aus Großmutters Zeiten. Dieser fungiert als echter Hingucker in einer Vintage-Küche und kann entweder als Ergänzung zum eigentlichen Herd fungieren oder einfach nur als dominierendes Dekostück dienen.

Wer den Vintage-Look darüber hinaus noch ausbauen will, kann sich beispielsweise auf die Suche nach Vintage-Küchengriffen oder Knöpfen machen, die an die neue Küche montiert werden. Vintage-Griffe dürfen übrigens ruhig eine Patina aufweisen, denn gerade diese Details machen den besonderen Charme des Einrichtungsstils aus.

Bezüglich der Dekoration haben Sie in der Küche zahlreiche Möglichkeiten, um den Vintage-Look abzurunden: eine alte Kaffeemühle, eine alte Wage, Töpfe aus Emaille oder Keramik, Blechschilder, alte Vasen – alles was gebraucht ist und aus der Vintage-Zeit stammt, findet einen Platz in der Küche. Dennoch sollten Sie es auch in diesem Fall mit der Deko nicht übertreiben: Einige gezielt ausgewählte und platzierte Möbelstücke und Dekorationsobjekte reichen meist völlig aus, um den gewünschten Look zu erzielen. Wird hingegen alles vollgestellt, verliert der Look meist seinen besonderen Charme und wirkt überladen.

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