Feng-Shui in der Küche: So funktioniert’s

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Feng Shui sorgt in der Küche für Harmonie und Ausgeglichenheit (Bild: Pixabay)

Feng-Shui ist die chinesische Lehre einer harmonischen Wohnraumgestaltung und soll für mehr Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden sorgen. Dabei ist das Prinzip an keinen speziellen Einrichtungsstil gebunden – sowohl die rustikale Landhausküche als auch die moderne Designerküche kann nach Feng-Shui gestaltet werden. Wir verraten Ihnen, wie das funktioniert und welche Prinzipien Sie ganz einfach zu Hause in Ihrer Küche umsetzen können.

Feng-Shui: Das steckt dahinter

Neo-Feng-Shui als westliches Feng-Shui

Feng-Shui wird hierzulande hauptsächlich als sogenanntes Neo-Feng-Shui praktiziert, da die Methode vorwiegend zur Harmonisierung von Wohnräumen verwendet wird und nicht bereits bei der Planung neuer Bauobjekte eine Rolle spielt. Dementsprechend ergeben sich bei der Ausübung von Feng Shui deutliche Einschränkungen, da die energetischen Einflüsse der Himmelsrichtungen nur geringfügig einbezogen werden können. Stattdessen spielen Farbgestaltung, Kristalle, Düfte und andere Hilfsmittel eine übergeordnete Rolle für die Regulierung der Lebensenergie Qi und des Energieflusses Chi.

Äußerst wichtig bei Neo-Feng-Shui: Die Auswahl passender Farben für die jeweiligen Wohnräume. Sie sorgen für die richtige Atmosphäre und verbreiten unterschiedliche Stimmungen. In Räumen, in denen Energie notwendig ist, kurbeln bestimmte Farben diese an – in Räumen, in denen Sie Erholung suchen, wirken andere Farben beruhigend. Dementsprechend spielt die Farbauswahl eine große Rolle bei der harmonischen Wohnraumgestaltung nach Feng Shui. Dabei immer im Auge behalten: Farben, Elemente und Himmelsrichtungen ergänzen sich gegenseitig und sollten dementsprechend immer ausgewogen sein.

So funktioniert das Prinzip in der Küche

Aufräumen und überflüssige Gegenstände aussortieren

Ein guter Start, um die eigene Wohnung nach Feng Shui zu gestalten, ist das Ausmisten von nicht benötigten beziehungsweise überflüssigen Objekten. Das kann sowohl einzelne Deko-Gegenstände betreffen, als auch ganze Möbelstücke wie Schränke oder Anrichten. Je minimalistischer die Wohnung eingerichtet ist, desto weniger Störfaktoren gibt es für einen guten Energiefluss. Starten Sie also damit, alle nicht notwendigen Objekte auszusortieren. Schlichtheit ist in diesem Fall ein klarer Trumpf.

Ein kleines Stück weitergedacht sollten Sie dementsprechend auch vermeiden, schmutziges Geschirr, nicht benötigte Kochutensilien und Co in der Küche herumliegen zu lassen. Eine saubere und ordentliche Umgebung sorgt für eine angenehme Atmosphäre, weshalb das Aufräumen nach dem Kochen zu den obersten Geboten zählt.

Reparieren Sie kaputte Möbel, Elektrogeräte und Co

Ähnliches gilt auch für beschädigte Möbelstücke, Elektrogeräte und Co: Diese stören den Energiefluss und sollten daher schnellstmöglich ausgetauscht oder repariert werden. Wenn Sie schon beim Aufräumen sind, können Sie angeschlagenes Geschirr und kaputte Kochutensilien gleich aussortieren oder ebenfalls reparieren. Vermeiden Sie es so gut wie möglich, den Energiefluss durch beschädigte Gegenstände zu behindern und sorgen Sie für zeitnahe Reparaturen.

Sorgen Sie für mehr Licht

Ein wichtiges Element im Bereich Feng Shui ist Licht: Je mehr Licht, desto besser. Vor allem natürliches Licht sorgt für einen guten Chi-Fluss, aber auch künstliche Lichtquellen können für eine angenehme und harmonische Atmosphäre sorgen. Statten Sie Ihre Wohnräume also mit ausreichend Lichtquellen aus und vermeiden Sie das Anbringen von abdunkelnden Vorhängen und Jalousien. Gerade in der Küche ist helles Licht besonders wichtig, obwohl es dort häufig vernachlässigt wird. In vielen Wohnungen werden nur Arbeits- und Essflächen punktuell ausgeleuchtet, was dunkle Ecken entstehen lässt. Diese sollten Sie unbedingt vermeiden, um den Energiefluss nicht zu behindern.

Beachten Sie die Farbgestaltung in der Küche

Das Prinzip Licht können Sie auch auf die Farben umlegen, die Sie in der Küche verwenden: Helle, luftige Farben sind in diesem Raum daher eindeutig zu bevorzugen. Sollten Sie über eine dunkle Küche verfügen, brauchen Sie diese aber nicht gleich auszusortieren: Sie müssen nur darauf achten, dass ausreichend helle Gegenstücke zur Verfügung stehen, um die dunklen Möbelstücke auszugleichen und dadurch ein offenes, helles Wohngefühl zu schaffen.

Entsprechend gilt bei der Farbauswahl: Weiß, Pastelltöne und helle Farben sind in diesem Raum zu bevorzugen. Auf zu viel Stahl und Chrom sollten Sie hingegen verzichten, um keinen kalten, unwohnlichen Eindruck zu hinterlassen. Kombinieren Sie verschiedene Materialien mit warmen Farbtönen, um eine wohnliche Atmosphäre zu schaffen, die Ihre Energie verstärkt.

Was Sie nicht oder nur sehr sparsam verwenden sollten: Schwarz, Rot und dunkle Blau- oder Grautöne. Diese wirken entweder zu steril oder verursachen ein Unruhegefühl, das Sie in der Küche nicht gebrauchen können.

Beim Renovieren: Platzierung der Möbel beachten

Falls Sie Ihre Küche gerade renovieren, können Sie die oben genannten Maßnahmen natürlich ebenfalls umsetzen – allerdings steht Ihnen dann noch eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, um Ihre Räume nach Feng-Shui zu gestalten: Die richtige Platzierung der Möbelstücke.

So ist es beispielsweise ratsam, Herd und Spüle nicht gegenüber zu platzieren und es ebenfalls zu vermeiden, diese ohne Abstand nebeneinander anzuordnen. Dies ist auf die Elemente zurückzuführen, die den beiden Gegenständen zugeordnet werden: Der Herd wird typischerweise dem Element Feuer zugeordnet, während die Spüle dem Element Wasser zugeordnet wird. Diese gegensätzlichen Elemente erzeugen eine Spannung, die Sie durch die richtige Platzierung möglichst umgehen sollten.

 

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