Gewürz-Guide: Die besten Gewürze für die Gesundheit

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Kurkuma, Kümmel, Ingwer, Zimt, Anis und Pfeffer sind besonders gesunde Gewürze. (Bild: Pixabay)

Gewürze sind nicht nur hervorragend als Geschmacksträger in der Küche geeignet, sondern verfügen häufig auch über zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel einige Gewürze vor, die sich positiv auf Ihre Gesundheit auswirken und verraten Ihnen darüber hinaus, welche etwaigen Nebenwirkungen beim Verzehr der jeweiligen Produkte zu erwarten sind.

Kurkuma

Die Gelbwurzel Kurkuma zählt zu den Ingwergewächsen und wird in Indien schon lange als Heilmittel eingesetzt. Und das ist kein Wunder: Kurkuma wirkt entzündungshemmend, kann als Maske das Hautbild verbessern, es beruhigt den Magen, hilft bei Menstruationsbeschwerden, reduziert Stresshormone und wirkt sich angeblich außerdem positiv auf verschiedene Krankheitsbilder wie Parkinson, Herzleiden oder Krebs aus. Damit ist Kurkuma ein echter Alleskönner.

Dennoch sollte das Gewürz nicht übermäßig eingesetzt werden: Bei einer zu hohen Dosierung über einen längeren Zeitraum können sich Magen-Darm-Probleme einstellen. Zudem sollten auch Personen mit Leber- und Gallenproblemen von einer zu hohen Dosierung des Gewürzes Abstand nehmen.

Zimt

Zimt gilt als wahres Wundermittel. Das Gewürz wirkt sich positiv auf den Blutzucker- und den Cholesterinspiegel aus, regt die Darmtätigkeit an, wirkt desinfizierend und lindert Erkältungssymptome. Auch wird ihm eine leistungssteigernde Wirkung auf das Gehirn nachgesagt.

Zimt ist in zwei Sorten erhältlich: einmal als teurerer Ceylon-Zimt und einmal als günstigerer Cassia-Zimt. Das ist deshalb wichtig, weil Zimt in großen Mengen giftig werden kann, da das Gewürz den Aromastoff Curamin enthält. Dieser Aromastoff ist vor allem in Cassia-Zimt enthalten, während Ceylon-Zimt nur geringe Mengen dieses Stoffes enthält. Curamin kann für schwangere Frauen problematisch werden, weshalb diese grundsätzlich vor dem Zimt-Konsum Rücksprache mit ihrem Arzt halten sollten.

Ingwer

Nicht umsonst in zahlreichen Erkältungstees enthalten: Ingwer. Egal ob frisch oder als gemahlenes Gewürz: Ingwer enthält jede Menge gesunde ätherische Öle, viel Vitamin C und zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Calcium oder Magnesium. Die Wurzel fördert die Verdauung, regt den Stoffwechsel an, wirkt entzündungshemmend und regt die Durchblutung an. Zudem kann Ingwer Übelkeit lindern und verhindert die Vermehrung von Viren.

Doch auch Ingwer kann einige Nebenwirkungen verursachen. So kann die Wurzel unter anderem die Magenschleimhaut reizen und zu Magen-Darm-Problemen führen, die Blutgerinnung hemmen, bei Schwangeren Wehen auslösen oder Gallenschmerzen verursachen.

Pfeffer

Häufig genutzt und als gesundes Gewürz dennoch häufig übersehen: Pfeffer. Sowohl schwarzer, weißer, grüner und roter Pfeffer als auch Cayenne Pfeffer, der aus Chilischoten gewonnen wird, haben gesundheitstechnisch so einiges zu bieten. Pfeffer aus Pfefferkörnern wirkt sich durch das enthaltene Peperin positiv auf den Magen-Darm-Trakt aus, wirkt entzündungshemmend und schweißtreibend, kurbelt den Stoffwechsel an und aktiviert Verdauungsenzyme. Cayenne Pfeffer regt die Durchblutung und den Kreislauf an, stimuliert Wärme- und Schmerzrezeptoren und bringt den Stoffwechsel in Schwung.

Herkömmlicher Pfeffer verursacht in der Regel keine Nebenwirkungen. Cayenne Pfeffer kann Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag verursachen.

Kümmel

Kümmel wird häufig in Tees eingesetzt – und wird so sehr gerne bei Babys mit Blähungen verabreicht. Und das ist kein Wunder: Das Gewürz gilt als eines der besten Mittel bei Verdauungsbeschwerden. Kümmel wirkt aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle außerdem entzündungshemmend, kann bei Kopfschmerzen helfen, regt die Durchblutung an und wirkt entspannend. Zudem regt Kümmel die Milchbildung von stillenden Müttern an.

Das Gewürz kann allerdings auch Nebenwirkungen hervorrufen: Vor allem in konzentierter Form führt Kümmel zu Haut- und Schleimhautreizungen, kann Asthma-Anfälle auslösen und Leber sowie Nieren schädigen.

Anis

Anis ist ein gesundes Gewürz, das gerne in Kombination mit Fenchel und Kümmel als Tee eingesetzt wird. Die Pflanze lindert durch die enthaltenen ätherischen Öle Verdauungsbeschwerden, löst Schleim aus den Bronchien, lindert Erkältungen und Nasennebenhöhlenentzündungen. Zudem regt auch Anis – genau wie Fenchel und Kümmel – die Milchbildung in der Stillzeit an.

Gelegentlich sind Allergien auf Anis feststellbar, zudem kann Anis Asthmaanfälle auslösen. Anisöl sollte darüber hinaus auf keinen Fall unverdünnt angewendet werden und darüber hinaus von Kleinkindern und Babys ferngehalten werden.

 

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