Gewürz-Guide: Kochen mit Curry

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Curry ist nicht gleich Curry: Je nach verwendeten Zutaten unterscheidet sich die Gewürzmischung oft erheblich. (Bild: unsplash)

Curry oder Currypulver ist sicher keine unbekannte Gewürzmischung in der heimischen Küche, dennoch scheuen viele Menschen vor der Verwendung des Pulvers zurück. Dabei gibt es dafür eigentlich keinen Grund: Curry ist extrem vielseitig und eignet sich für zahlreiche Gerichte. In diesem Artikel unseres Gewürz-Guides finden Sie die wichtigsten Infos zum Thema Currypulver, die Sie unbedingt kennen sollten.

Was ist Curry eigentlich genau?

Curry beziehungsweise Currypulver bezeichnet eine Gewürzmischung, die hierzulande hauptsächlich für indische und andere südasiatische Gerichte verwendet wird. Die Zusammensetzung der Würzmischung variiert dabei teilweise erheblich: Einige Gewürzmischungen enthalten mehr als 40 verschieden Gewürze, während andere Mischungen mit lediglich 13 Gewürzen oder sogar noch weniger auskommen. Hauptbestandteil der meisten Currypulver ist hierzulande üblicherweise allerdings Kurkuma, das auch für die typisch gelbe Farbe der Würzmischung sorgt.

Andere typische Gewürze sind unter anderem:

  • Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Bockshornklee
  • Schwarzer Pfeffer
  • Chili
  • Piment
  • Muskat
  • Ingwer
  • Zwiebeln
  • Anis
  • Fenchel
  • Gemahlene Senfkörner
  • Knoblauchpulver
  • Gewürznelken
  • Paprikapulver

Neben der Gewürzmischung bezeichnet Curry außerdem ein Gericht aus der südasiatischen Küche, das eine sämige Sauce mit verschiedenen Gewürzen und Fleisch, Fisch oder Gemüse kombiniert. Meist werden dazu Beilagen wie Reis oder Brot serviert.

Currypulver stammt übrigens nicht aus Indien, wie man fälschlicherweise annehmen könnte, sondern aus Großbritannien. Die Gewürzmischung ist zwar an die indische Küche angelehnt, jedoch werden in Indien sogenannte Masalas verwendet und kein Currypulver. Diese Masalas sind Gewürzmischungen, die für jede Speise frisch zubereitet werden und sich damit erheblich von unserem Curry unterscheiden.

So können Sie Currypulver selber herstellen

Wie bereits erwähnt besteht Currypulver aus vielen verschiedenen Gewürzen, die sich beliebig variieren lassen und dementsprechend nach Lust und Laune miteinander kombiniert werden können. Aus diesem Grund ist es auch relativ einfach möglich, selbst ein eigenes Currypulver herzustellen, das auf den eigenen Geschmack abgestimmt ist.

Dazu werden die einzelnen Gewürze einfach mit einem Mörser sehr fein gemahlen, bevor sie miteinander vermischt werden. Als Hauptbestandteil eines Currypulvers empfiehlt sich allerdings auch beim Selbermachen Kurkuma, da es für die typische gelbe Farbe des Pulvers sorgt. Wer es beispielsweise aber etwas schärfer mag, der gibt einfach mehr Pfeffer oder Chili hinzu oder verwendet verschiedene Sorten der scharfen Zutaten. Wer hingegen Wert auf ein mildes Currypulver legt, der verwendet einfach mildere Zutaten. Hier sind der eigenen Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Das selbst gemachte Currypulver lässt sich je nach Geschmack ganz einfach anpassen und schmeckt meist deutlich intensiver und aromatischer als eine gekaufte Gewürzmischung, da keine Füllzutaten wie Salz oder Zucker enthalten sind.

Lagern Sie Ihr selbstgemachtes Curry kühl, luftdicht, trocken und lichtgeschützt, um sein Aroma so lange wie möglich zu bewahren. Wenn Sie Wert auf einen besonders intensiven Geschmack legen, bereiten Sie das Currypulver vor dem Kochen am besten frisch zu und verwenden es umgehend im jeweiligen Gericht.

Wie würzt man mit Curry?

Curry wird in der Küche eher großzügig eingesetzt – eine Prise ist selten die Maßeinheit, die für Currypulver verwendet wird. Stattdessen können Sie das Pulver mithilfe eines Teelöffels dosieren. Wichtig bei der Verwendung von Curry: Braten Sie die Gewürzmischung vor der Verwendung scharf an – egal ob mit oder ohne Öl. So entfaltet das Currypulver sein volles Aroma am besten. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie das Pulver nicht zu früh zum Gericht geben.

Ebenfalls ein guter Tipp bei der Verwendung von Currypulver in Suppen, Saucen oder Eintöpfen: Verrühren Sie die Gewürzmischung zunächst mit ein wenig warmer Flüssigkeit und geben Sie es erst dann zum restlichen Gericht. So können Sie verhindern, dass sich Klümpchen bilden.

Diese Gerichte werden mit Currypulver zubereitet

Curry ist eine sehr vielseitige Gewürzmischung, die in zahlreichen Speisen verwendet werden kann. Obwohl typischerweise südasiatische Speisen damit gewürzt werden, kann es ohne Probleme auch in vielen anderen Landesküchen eingesetzt werden – das beste Beispiel dafür dürfte wohl die deutsche Currywurst sein.

Besonders gut passt Currypulver dennoch zu indischen Gerichten und auch zu vielen anderen asiatischen Speisen. Wie der Name bereits verrät, wird es hierzulande vor allem für das Würzen von Currys eingesetzt, da es sich wunderbar zu Kokosmilch kombinieren lässt. Zudem können Sie eigentlich so gut wie jedes Rezept, das Fleisch, Gemüse oder Reis enthält mit der Gewürzmischung verfeinern und auch Chutneys oder Dips profitieren häufig von Curry.

Wer ein besonders scharfes Currypulver verwendet, setzt es übrigens am besten in Kombination mit Milchprodukten oder anderen kühlen Zutaten ein, die die Schärfe der Gewürzmischung etwas mildern.

 

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