Grundlagen des Grillens: Grill, Ausrüstung & Zubehör

Kochen
Grillen Grill Elektrogrill Gasgrill Holzkohlegrill Kugelgrill Auswahl Zubehör
Der Holzkohlegrill ist und bleibt der Favorit von Grillenthusiasten. (Bild: unsplash)

Grillen ist gerade im Sommer eine beliebte Freizeitaktivität und bietet für jeden Geschmack das passende Rezept und die passende Zubereitungsart. Damit Ihre nächste Grillparty ein voller Erfolg wird, haben wir in diesem Artikel die wichtigsten Infos und Tipps zum Thema Grill und Zubehör für Sie zusammengestellt.

Die Grill-Ausrüstung: Das brauchen Sie 

Die Auswahl des Grills

Eine der grundlegenden Fragen, die sich schon vor dem eigentlichen Grillen stellt, ist die Frage nach dem richtigen Grill. Marken, Modelle, Größen, Holzkohle, Gas, Elektro: Gerade Grillanfänger tun sich oft schwer, mit der Auswahl eines geeigneten Grills, zumal immer mehr Modelle auf den Markt kommen. Dabei muss die Entscheidung gar nicht so kompliziert sein.

Zunächst stellt sich die Frage, ob Sie drinnen oder draußen grillen wollen/können, ob offenes Feuer erlaubt ist und ob Sie oder ihre Nachbarn sich an der Rauchentwicklung stören. Sind Feuer und Rauch nicht erlaubt oder erwünscht, muss ein Elektro- beziehungsweise Tischgrill her, der häufig sogar in Innenräumen verwendet werden kann. Der große Nachteil an diesem Grill: Die meisten Elektro und Gasgrills bieten nur eine geringe Grillfläche, weshalb größere Personengruppen damit meist schlecht bedient sind. Zudem fehlt der rauchige Geschmack hier einfach, weshalb viele Grillenthusiasten nichts mit dieser Art des Grillens anfangen können.

Ähnlich sieht es beim Gasgrill aus: Hier wird Luft mithilfe einer Gasflasche erhitzt. Häufig ist es dadurch möglich, mehrere Temperaturzonen auf dem Grill zu schaffen und zwischen indirektem und direktem Grillen zu wechseln. Der große Vorteil ist, dass ein Gasgrill schon nach wenigen Minuten verwendet werden kann, während ein Holzkohlegrill erst langsam warm werden muss. Zudem ist kein regelmäßiges Nachlegen von Brennmaterial erforderlich – sofern die Gaskartusche ausreichend gefüllt ist. Bezüglich der Größe haben Sie freie Hand: Gasgrills sind sowohl in kompakter Form als auch mit großer Rostfläche erhältlich.

Unangefochten auf Platz eins steht allerdings nach wie vor der klassische Holzkohlegrill. Je nachdem, ob der Grill im Freien stehen bleiben oder nach dem Grillen in die Innenräume transportiert werden soll, ist die Auswahl des Materials wichtig. Wer sich für einen Kugelgrill entscheidet, der kann sowohl indirekt, als auch direkt grillen. Säulengrills und Kastengrills werden hingegen primär zum direkten Grillen verwendet. Der große Nachteil an Holzkohlegrills: Es muss regelmäßig Brennmaterial nachgelegt werden. Zudem ist eine gewisse Vorlaufzeit vor dem Grillen notwendig, um dem Grill genug Zeit zum Aufheizen zu geben.

Die richtigen Brennmaterialien

Wer sich für einen Elektrogrill entschieden hat, der braucht diesem Punkt keine Beachtung schenken, sondern kann gleich zum Zubehör übergehen. Ähnlich sieht es beim Gasgrill aus: Hier ist lediglich Flüssiggas (Propan oder Butan) notwendig, das beispielsweise an Tankstellen, in Baumärkten und teilweise in Supermärkten erhältlich ist. Wer hingegen einen Holzkohlegrill sein Eigen nennt, der steht vor der nächsten Wahl: Welches Brennmaterial soll verwendet werden?

Holzkohle ist – wie der Name schon sagt – die klassische Variante für das Grillen auf einem Holzkohlegrill. Die Kohle brennt heiß und reagiert schnell auf die Sauerstoffzufuhr, was die Hitzeregulierung vereinfacht. Alternativ eignen sich auch Holzkohlebriketts, die eine längere Brenndauer aufweisen. Durch ihre kompaktere Form brennen Briketts länger und sauberer als Holzkohle. Dennoch ist Holzkohle nicht das einzige Brennmaterial, das Sie verwenden können.

Beispielsweise ist es möglich mit Holzscheiten zu grillen. Viele Profis schwören darauf und behaupten, dass dies dem Grillgut ein zusätzliches Aroma verleiht. Achten Sie darauf, dass die Scheite nicht zu groß sind, gut getrocknet wurden und wenig Harz enthalten. Legen Sie das Grillgut erst auf die Scheite, wenn die Flammen ausgegangen sind.

Worauf Sie auf jeden Fall verzichten sollten: Nutzen Sie auf keinen Fall Spiritus zum Entzünden des Grills. Dies stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar und führt häufig zu Verletzungen. Verwenden Sie stattdessen einen Grillanzünder oder einen sogenannten Anzündkamin.

Das passende Zubehör

Haben Sie sich erstmal für einen Grill entschieden, steht auch schon die nächste Frage an: Welches Zubehör ist eigentlich notwendig, um sicher und ohne Frust grillen zu können? Grundsätzlich gilt, dass die Auswahl eines guten Grills schon mal mindestens die halbe Miete ist – zusätzliches Zubehör ist eigentlich nur notwendig, wenn Sie auf etwas mehr Sicherheit und Komfort Wert legen. Grillen kann auch ohne zusätzliche Anschaffungen gelingen.

Wenn Sie auf Zubehör nicht verzichten wollen, sind vor allem diese Produkte sinnvoll:

  • Grillzange: Eine stabile Grillzange mit integrierter Feder ermöglicht es Ihnen, Fleisch, Würstchen und Co einfach zu wenden und hochzuheben.
  • Küchenpinsel aus Silikon: Um den Rost zu fetten und das Grillgut zu bestreichen, lohnt sich ein Küchenpinsel aus Silikon. Dieser lässt sich besonders gut reinigen und ist zudem hitzebeständig, was beim Grillen wichtig ist.
  • Grillhandschuhe: Wer Verbrennungen vermeiden will, kann sich feuerfeste Handschuhe zulegen, die die Hände vor der großen Hitze des Grills schützen.
  • Tropfschale: Eine Tropfschale aus Edelstahl ist besonders beim indirekten Grillen notwendig, da sie die Luft feucht hält. Ansonsten sorgt eine Tropfschale dafür, dass kein Fett vom Grillgut auf die Glut gelangt.
  • Fleischthermometer: Wer den absolut perfekten Garzeitpunkt für sein Fleisch erwischen will, ohne ständig die Uhr im Auge zu behalten, der sollte sich ein Fleischthermometer zulegen. So lässt sich die Kerntemperatur einfach ermitteln und das Fleisch rechtzeitig vom Grill nehmen.

Darüber hinaus kann zum Grillen weiteres Zubehör notwendig werden – abhängig von den jeweiligen Rezepten und Zutaten, die Sie auf Ihrem Grill zubereiten. So haben sich viele Grillmeister mittlerweile beispielsweise motorisierte Drehspieße, Fischkörbe und Co zugelegt – notwendig sind diese für den Anfang aber nicht. Für den Fall der Fälle sollten Sie aber immer folgende Produkte zu Hause haben:

  • Alufolie
  • Grillschalen
  • Holzspieße/Schaschlikspieße
  • Ersatz-Gaskartuschen oder Holzkohle
  • Feuerzeug/Streichhölzer

Nachdem Sie einen Grill und das passende Brennmaterial ausgewählt haben und das notwendige Zubehör bereit gelegt haben, kann eigentlich schon nicht mehr viel schiefgehen. In unserem nächsten Artikel verraten wir Ihnen jetzt noch, worauf Sie bei der Zubereitung achten müssen.

Zurück