Grundlagen des Grillens: Infos zur Zubereitung

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Indirekt und direkt, medium, rare, well done: Gerade Grillanfänger sind häufig verunsichert, wenn solche Begriffe verwendet werden. (Bild: unsplash)

Sommer ohne zu grillen – für die meisten Menschen hierzulande unvorstellbar. Grillen ist Volkssport und dementsprechend beliebt. In unserem letzten Artikel haben wir uns um die Auswahl eines Grills, Brennmaterialien und passendem Zubehör gewidmet. Diesmal wagen wir uns an die Zubereitung und verraten Ihnen, welche Hinweise Sie bezüglich Garzeit und Co. beachten sollten. So kann selbst als Grillanfänger fast nichts mehr schiefgehen.

Grill-Zubereitung: Das sollten Sie beachten

Vorbereitung: Das A und O beim Grillen

Ein gelungener Grillabend beginnt schon bei der Vorbereitung: Die Auswahl der Zutaten trägt einen erheblichen Anteil am späteren Geschmackserlebnis. Setzen Sie bei den Zutaten auf eine hohe Qualität, denn diese ist gerade beim Grillen wirklich zu schmecken. Fleisch, Wurst und Geflügel sollten Sie daher am besten bei einem guten Metzger kaufen – und das übrigens am besten ohne Marinade. Das Marinieren übernehmen Sie zu Hause einfach selbst. So können Sie sichergehen, dass der kräftige Geschmack der Marinade kein minderwertiges Grundprodukt überdeckt. Fisch und Meeresfrüchte sollten Sie immer frisch kaufen und noch am selben Tag zubereiten, um das volle Geschmackserlebnis zu erhalten.

Haben Sie die Zutaten vorbereitet, können Sie sich an die Marinade wagen: Sowohl Fisch, Fleisch, Gemüse und Geflügel eigenen sich für das Marinieren. Spülen Sie Fleisch, Geflügel und Fisch unter kaltem Wasser gründlich ab und tupfen Sie dieses anschließend mit etwas Küchenpapier trocken. Geben Sie die Zutaten mit der Marinade anschließend in einen Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss und schütteln Sie alles gründlich durch. Bevor Sie das marinierte Fleisch dann auf den Grill geben, sollten Sie es übrigens nochmal mit etwas Küchenpapier abtupfen. So können Sie verhindern, dass die Feuchtigkeit der Marinade die Hitze vom Fleisch fernhält.

Planen Sie außerdem, wann welche Zutaten fertig gegrillt sein müssen und setzen Sie den Grill entsprechend ein. Das Timing ist entscheidend, wenn Sie verhindern wollen, dass immer nur ein kleiner Teil Ihrer Gäste gleichzeitig essen kann. Die Grillbeilagen sollten daher ebenfalls bereits fertig zubereitet sein, wenn Fleisch, Fisch und Co. vom Grill genommen werden.

Die Garzeit: Das müssen Sie wissen

Sehr wichtig beim Grillen: Überprüfen Sie den Gargrad der Zutaten regelmäßig, um am Ende keine bösen Überraschungen zu riskieren. Verlassen Sie sich dabei niemals hundertprozentig auf die Zeitangaben, die Sie in verschiedenen Rezepten vorfinden. Diese unterscheiden sich je nach verwendetem Grill, Temperaturen und Brennmaterialien oftmals erheblich.

Für Fleisch gilt bezüglich des Gargrads übrigens folgende Regel: Schwein und Geflügel müssen vollständig durchgebraten sein, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Lamm und Rind können Sie hingegen auch rare oder medium servieren.

Ebenfalls wichtig bei Fleisch: Schneiden Sie dieses beim Grillen niemals an, da es ansonsten zu geschmacklichen Einbußen kommt. Beim Anschneiden tritt Saft aus, was Sie auf jeden Fall vermeiden sollten. Nutzen Sie stattdessen ein Fleischthermometer, um den Gargrad zu bestimmen. Sofern Sie nicht mariniertes Fleisch grillen, sollten Sie außerdem auf das Salzen während der Zubereitung verzichten, da es ansonsten leicht austrocknet. Salzen Sie stattdessen, nachdem Sie das Fleisch vom Grill genommen haben.

Falls Sie kein Fleischthermometer zur Hand haben, können Sie den Gargrad von Fleisch übrigens auch anders bestimmen: Drücken Sie mit Ihren Fingern einfach leicht auf das Grillgut. Lässt sich das Fleisch leicht eindrücken, ist es rare. Ist es elastisch, gibt aber noch nach, ist es medium gegrillt. Gibt es nicht mehr nach, ist es hingegen durchgebraten und damit well done.

Direktes und indirektes Grillen: Der Unterschied

Schon in unserem letzten Artikel war häufiger die Rede von indirektem und direktem Grillen, dabei ist vielen Grillneulingen gar nicht klar, was damit eigentlich gemeint ist. Der Unterschied ist eigentlich recht einfach erklärt: Beim direkten Grillen wird das Grillgut oberhalb der Hitzequelle platziert – im Fall eines Holzkohlegrills also direkt über der Glut. Beim indirekten Grillen wird das Grillgut hingegen von der Seite erhitzt und ist somit der direkten Hitze weniger ausgesetzt.

Wichtig: Nur verschließbare Grills erlauben indirektes Grillen. Die Haube ist notwendig, damit das Grillgut von allen Seiten durchgaren kann. Wer nur einen offenen Grill sein Eigen nennt, der muss auf indirektes Grillen also leider verzichten.

Ebenfalls notwendig für indirektes Grillen: eine Tropfschale aus Edelstahl. Diese wird mit Wasser oder anderen Flüssigkeiten wie Bier befüllt und sorgt für eine hohe Feuchtigkeit im Grill. Dadurch wird das Fleisch erheblich weicher und erhält je nach Flüssigkeit ein zusätzliches Aroma. Übrigens: Wer nur wenig Zeit zur Verfügung hat, sollte unbedingt direkt grillen. Indirektes Grillen erfordert nämlich einige Geduld, da die Temperaturen niedriger sind. Der Aufwand lohnt sich aber: Das Fleisch wird beim indirekten Grillen meist sehr weich und geschmacklich besonders ansprechend.

 

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