Nudeln selber machen: Tipps & Ideen

Kochen
Nudeln selber machen Rezept Pasta mit Ei ohne Ei
Selbstgemachte Pasta ist kein Hexenwerk - die Zubereitung frischer Nudeln ist sogar ganz einfach. (Bild: unsplash)

Geschmacklich kann selbstgemacht mit fertiggekauft fast nie mithalten. Das gilt auch – oder sogar ganz besonders – für Nudeln. Wer Pasta selber macht, wird schnell nie wieder gekaufte Nudeln verwenden wollen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Nudeln zu Hause selber herstellen können, welche Zutaten Sie dafür benötigen und was Sie beim Selbermachen sonst noch beachten sollten.


Allgemeine Tipps und Tricks für die Nudelherstellung

Nudelmaschine: Notwendig oder überflüssig?

Wer Nudeln selber machen will, stößt schnell auf die Frage, ob dafür eine Nudelmaschine notwendig ist. Die Antwort lautet ganz klar: nein – doch macht die Nudelmaschine das Vorbereiten des Teiges wesentlich einfacher. Vor allem, wenn es sich um eine automatische und nicht um eine manuelle Nudelmaschine handelt.

Mithilfe einer Nudelmaschine kann der Teig in eine dünne Fläche gedreht werden, aus der anschließend die Nudeln gefertigt werden. Der Vorteil dabei: Das Durchdrehen des Teigs durch die Nudelmaschine erfordert nicht so viel Kraft (oder gar keine Kraft, im Falle einer automatischen Nudelmaschine) und funktioniert einfacher, als das Rollen des Teiges mit einem Nudelholz. Außerdem wird der Teig so gleichmäßig dick und kann mithilfe eines passenden Aufsatzes auch gleich zu Tagliatelle und Co weiterverarbeitet werden.

Wer keine Nudelmaschine besitzt und sich auch keine zulegen will, der rollt den Teig einfach auf einer bemehlten Arbeitsfläche aus und verwendet dazu ein Nudelholz (dieses am besten ebenfalls mit Mehl bestreuen, um ein Ankleben des Teigs zu verhindern. Wer sichergehen will, dass der Teig gleichmäßig dick wird, der kann beispielsweise Spielkarten verwenden, die zu beiden Seiten des Nudelholzes gleich hoch aufgestapelt werden. So verhindern Sie, dass der Teig zu dünn oder zu dick ausgerollt wird.

Nudeltrockner: Alternativen zum Gestell

Wenn der Teig durch die Nudelmaschine gedreht wurde beziehungsweise mit dem Nudelholz ausgerollt wurde und in Streifen geschnitten wurde, müssen die Nudeln für mindestsens eine halbe Stunde zum Trocknen aufgehängt werden. Dafür gibt es spezielle Nudeltrockner zu kaufen, die allerdings ebenfalls nicht unbedingt notwendig sind. In fast jedem Haushalt gibt es eine Alternative dafür, die mindestens genauso gut funktioniert.

Wer nicht extra ein Gestell zum Nudeltrocknen kaufen will, der kann beispielsweise einfach eine Schnur durch die Küche spannen, an der die Nudeln zum Trocknen aufgehängt werden – besonders gut eignen sich dafür unter anderem Wäscheleinen. Ein Wäscheständer kann ebenfalls hervorragend zu diesem Zweck verwendet werden – allerdings sollte dieser vor dem Aufhängen der frisch gewaschenen Wäsche dann unbedingt nochmal abgewischt werden.

Bunte Nudeln: So funktioniert’s

Falls Sie etwas Abwechslung in Ihre Küche bringen wollen, können Sie auch bunte Nudeln herstellen – das ist nämlich ganz einfach möglich. Eine Variante ist die Verwendung von Lebensmittelfarben. Gerade Kindern machen Sie mit regenbogenfarbenen Nudeln bestimmt eine Freude.

Alternativ zu Lebensmittelfarben können Nudeln auch ganz leicht mit stark färbenden Lebensmitteln eingefärbt werden. Für rote Nudeln eignet sich beispielsweise die Verwendung von Roter Bete beziehungsweise Roter-Bete-Saft. Für grüne Nudeln sorgt Spinat, während Tomatenmark Nudeln orange färbt. Geben Sie die jeweiligen Zutaten beim Selbermachen einfach in gegarter und/oder pürierter Form zum Teig – achten Sie aber darauf, dass dieser durch die zusätzlichen Zutaten nicht zu feucht wird. Gegebenenfalls müssen Sie dann noch etwas Mehl hinzufügen.


Rezept für Nudeln mit Ei

Diese Zutaten brauchen Sie:

  • 250g Mehl (bevorzugt Hartweizenmehl)
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • Evtl. 1-2 EL Olivenöl

So funktioniert das Rezept:

  1. Geben Sie zunächst das Mehl auf eine saubere Arbeitsfläche oder in eine Schüssel. Formen Sie in der Mitte des Mehls eine tiefe Mulde.
  2. Schlagen Sie die Eier auf und geben Sie sie in die Mulde. Fügen Sie auch eine Prise Salz hinzu.
  3. Für einen geschmeidigeren und aromatischeren Teig können Sie auch noch etwas Olivenöl hinzugeben.
  4. Vermischen Sie die Eier von innen nach außen mit dem Mehl.
  5. Kneten Sie den Teig für mindestens zehn Minuten gut durch, bis er glatt ist, glänzt und sich leicht von der Arbeitsfläche lösen lässt. Ist der Teig zu klebrig geworden, können Sie noch etwas mehr Mehl hinzufügen.
  6. Wickeln Sie den Teig dann in eine Frischhaltefolie und stellen Sie ihn für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kalt.
  7. Anschließend rollen Sie den Teig auf einer bemehlten Fläche mithilfe eines Nudelholzes dünn aus oder drehen ihn durch die Nudelmaschine.
  8. Schneiden Sie den Teig dann in Streifen, falls Sie Tagliatelle herstellen wollen, benutzen Sie Ausstechförmchen für Ravioli usw.
  9. Je nachdem, welche Nudeln Sie selber machen, werden die Nudeln anschließend noch zum Trocknen aufgehängt, gefüllt oder anderweitig verarbeitet. Abschließend sollten die Nudeln in jedem Fall in Salzwasser gekocht werden.

Rezept für Nudeln ohne Ei

Folgende Zutaten sollten Sie bereithalten:

  • 150g Mehl
  • 150g Grieß (Hartweizengrieß
  • 150ml kaltes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • Evtl. etwas Olivenöl

So werden die Nudeln ohne Ei gemacht:

  1. Mehl, Grieß, Wasser, Salz und Olivenöl in einer großen Schüssel vermischen und mindestens zehn Minuten gut durchkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist.
  2. Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und mindestens 30 Minuten im Kühlschrank platzieren.
  3. Teig anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche glatt ausrollen oder durch die Nudelmaschine drehen.
  4. Je nachdem, welche Pasta Sie selber machen wollen, variiert die weitere Vorgehensweise. Für Bandnudeln wird der Teig beispielsweise in Streifen geschnitten und anschließend zum Trockenen aufgehängt.
  5. Kochen Sie die selbstgemachten, veganen Nudeln abschließend in Salzwasser, bis sie bissfest gegart sind.

 

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