Oktoberfest-Spezialitäten: Rezepte zum Nachmachen

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Nicht wegzudenken vom Oktoberfest: Obazda mit Laugenbreze. (Bild: Pixabay)

Alle Jahre wieder heißt es Ende September in München: O’zapft is. Das Oktoberfest lockt jedes Jahr zahlreiche Touristen aus der ganzen Welt in die bayerische Landeshauptstadt – und die hat kulinarisch so einiges zu bieten. Wir verraten Ihnen wie Sie die Spezialitäten vom Oktoberfest ganz einfach zu Hause selber machen können und stellen Ihnen außerdem eine ausgefallenere Variante eines bayerischen Klassikers vor.

Obazda, Obatzter oder Obatzda: Einfaches Grundrezept

Diese Zutaten sollten Sie bereitstellen:

  • 250g reifer Camembert
  • 80g weiche Butter
  • Paprikapulver
  • Salz (und optional Pfeffer) zum Abschmecken
  • Optional: Zwiebeln

So wird die bayerische Spezialität zubereitet:

  1. Für das einfache Obazda-Rezept schneiden Sie den Camembert und die Butter zunächst in kleine Stücke.
  2. Vermischen Sie die Butter und den Camembert anschließend mit einer Gabel, bis eine geschmeidige Masse entsteht.
  3. Diese Masse wird jetzt mit Paprikapulver gewürzt und anschließend mit Salz (und optional Pfeffer) abgeschmeckt.
  4. Fertig ist der Obazde.
  5. Wahlweise können außerdem weitere Zutaten wie klein gehackte Zwiebeln, zusätzliche Käsesorten wie Brie, Limburger oder Frischkäse, Quark, ein Schuss Bier und Co verwendet werden. Wichtig ist nur, dass der Käseanteil mindestens 50 Prozent betragen muss.
  6. Der Obazde kann pur, als Brotaufstrich oder als Dip gegessen werden.

Weißwurstsalat mit Radieschen und Gewürzgurken

Das brauchen Sie dafür:

  • 4 Paar Weißwurst
  • 200g Radieschen
  • 1 Zwiebel
  • Gewürzgurken und Gurkenwasser
  • 150g Hüttenkäse
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 EL mittelscharfer Senf
  • 1 TL Honig
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

So wird der Weißwurstsalat zubereitet:

  1. Bereiten Sie zunächst die Weißwürste zu, indem Sie diese rund 10 bis 12 Minuten in heißem, leicht gesalzenen Wasser ziehen lassen. Achtung: Das Wasser darf nicht kochen. Die Weißwürste sollten außerdem nicht direkt aus dem Kühlschrank kommen, sondern Zimmertemperatur haben, da sie ansonsten schneller platzen.
  2. Währenddessen schälen Sie die Zwiebel und würfeln Sie sie.
  3. Waschen Sie die Radieschen und die Petersilie gründlich, letztere würfeln Sie ebenfalls, während Sie die Petersilie klein hacken.
  4. Schneiden Sie dann auch die Gewürzgurken in kleine, mundgerechte Stücke.
  5. Lassen Sie die Weißwürste nach dem Brühen abkühlen. Pellen Sie sie dann und halbieren oder vierteln Sie sie.
  6. Vermischen Sie jetzt den Hüttenkäse mit etwas Gurkenwasser, Honig und Senf. Schmecken Sie das Dressing dann noch mit Salz und Pfeffer ab.
  7. Geben Sie alle Zutaten in eine große Schüssel und geben Sie das Dressing darüber.
  8. Stellen Sie den Weißwurstsalat vor dem Servieren nochmal mindestens eine Stunde kalt.

Leckerer Brotaufstrich: Kartoffelkäse (oder Erdäpfelkäse)

Diese Zutaten brauchen Sie für das Rezept:

  • 250g mehlig kochende Kartoffeln (am Vortag gekocht)
  • 200g Sauerrahm
  • 50ml Schlagsahne
  • 1 kleine Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Kümmel und Petersilie zum Abschmecken

So wird der Kartoffelkäse zubereitet

  1. Die Kartoffeln werden bereits am Vortag gekocht und geschält.
  2. Schälen Sie die Zwiebel und schneiden Sie diese in kleine Würfel
  3. Zerstampfen Sie dann die Kartoffeln und vermischen Sie sie mit der Zwiebel.
  4. Geben Sie den Sauerrahm und die Sahne hinzu und mischen Sie alles gut durch.
  5. Schmecken Sie die Mischung dann mit Salz, Pfeffer, zerstoßenem Kümmel und klein geschnittener Petersilie ab.
  6. Servieren Sie den Kartoffelkäse als Brotaufstrich zu dunklem Bauernbrot.

Laugenbrezen selber machen: So funktioniert’s

Diese Zutaten müssen Sie bereitstellen:

  • 1/2 Würfel Hefe (frisch)
  • 250g Mehl (Typ 550)
  • 150ml Milch
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 30g Butter
  • 1 ½ EL Natron
  • Grobes Salz

So wird’s gemacht:

  1. Erwärmen Sie zunächst die Milch bei niedrigen Temperaturen.
  2. Zerbröseln Sie dann die Hefe und verrühren Sie diese mit einem kleinen Teil der warmen Milch und dem Zucker in einer Schüssel.
  3. Lassen Sie die Hefe-Mischung anschließend rund 30 Minuten bei Zimmertemperatur ziehen.
  4. Geben Sie anschließend das Mehl, die restliche Milch, das Salz und die Butter in eine große Schüssel und fügen Sie auch die Hefe-Mischung hinzu.
  5. Verkneten Sie die Zutaten zu einem homogenen Teig und lassen Sie diesen anschließend abgedeckt etwa eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen.
  6. Kneten Sie den Teig anschließend nochmal gründlich durch und formen Sie auf einer bemehlten Arbeitsfläche eine große Teigrolle daraus.
  7. Teilen Sie den Teig anschließend in etwa acht bis 10 gleichgroße Stücke.
  8. Rollen Sie diese Stücke zu einer dünnen, langen Rolle, die an den Enden dünner wird.
  9. Formen Sie aus diesen Rollen kleine Brezen, die Sie anschließend rund eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  10. Fetten Sie währenddessen ein Backblech und heizen Sie den Backofen auf 200 Grad Umluft oder 220 Grad Ober-/Unterhitze vor.
  11. Kochen Sie dann rund 500ml Wasser auf. Geben Sie die eineinhalb Esslöffel Natron zum kochenden Wasser hinzu und rühren Sie gründlich um.
  12. Die Brezen werden jetzt ungefähr eine halbe Minute in die kochende Lauge getaucht.
  13. Lassen Sie die Brezen dann abtropfen und bestreuen Sie sie nach Belieben mit dem groben Salz.
  14. Jetzt verteilen Sie die Brezen auf dem zuvor gefetteten Backblech und schieben es für etwa 12 bis 15 Minuten in den Backofen. Die Brezen sind fertig, wenn Sie goldbraun gebacken sind.

 

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