Saisonal kochen: Bärlauch-Wissen und leckere Rezepte

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Bärlauch gehört aufgrund seines aromatischen Geschmacks zu den beliebtesten Küchenkräutern. (Bild: Pixabay)

Pesto, Butter oder Suppe: Von März bis Juni hat Bärlauch Saison und findet damit Einzug in die Frühjahrsküche – denn frisch entfaltet das Wildkraut sein Aroma am besten. Wir verraten Ihnen, was Sie über das Lauchgewächs wissen müssen und wie sie es am besten einsetzen können. Außerdem haben wir einige Rezepte für Sie zusammengestellt, die Sie einfach zu Hause nachkochen können. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Wissenwertes zum Bärlauch

So können Sie Bärlauch erkennen

Wer Bärlauch in der Wildnis sammeln möchte, sollte sich auf die Monate März und April beschränken. Sobald der Bärlauch im Mai zu blühen beginnt, ist die Erntezeit vorüber, da er dann an Aroma einbüßt – was nicht heißt, dass sie das Kraut nicht zu Hause anbauen und später ernten können. Suchen sollten Sie in der Natur vor allem an schattigen Plätzen nahe oder in Wäldern, denn dort fühlt sich der Bärlauch besonders wohl. Ist ein Bach oder Fluss in der Nähe, erhöht dies Ihre Chancen erheblich, denn der wilde Knoblauch bevorzugt feuchte Umgebungen.

Haben Sie Bärlauch gefunden, sollten Sie allerdings Vorsicht walten lassen: Die Blätter des Bärlauchs ähneln denen von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen optisch erheblich und wachsen oft in unmittelbarer Nähe voneinander. Im Gegensatz zum Wildkraut sind allerdings giftig und dürfen nicht verzehrt werden. Achten Sie daher darauf, dass das Blatt der Pflanze mattgrün ist und nicht glänzt. Außerdem wächst Bärlauch einzeln aus dem Boden, während Maiglöckchen gruppenweise wachsen und im Gegensatz zu Herbstzeitlosen verfügt der wilde Knoblauch über einen dünnen Blattstiel,.

Da Bärlauch wie Schnittlauch oder Knoblauch zu den Lauchgewächsen gehört, ist er außerdem durch sein auffälliges Aroma erkennbar. Wenn Sie ein Bärlauch-Blatt zwischen den Fingern zerreiben, werden Sie sofort einen knoblauchartigen Geruch feststellen können. Bei ähnlich aussehenden Pflanzen wie Maiglöckchen oder Herbstzeitloser fehlt dieses Aroma. Hierbei sollten Sie allerdings beachten, dass der Geruch von Bärlauch an den Händen haften bleibt – dadurch lässt sich nicht immer zweifelsfrei feststellen, ob Sie beim Zupfen weiterer Blätter immer noch das frisch zerriebene Blatt riechen können oder den zuvor zerriebenen Bärlauch. Hier ist also Vorsicht angesagt.

Ist Bärlauch gesund?

Frischer Bärlauch verfügt über zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe und ist damit sehr gesund. Unter anderem enthält das Wildkraut jede Menge Vitamin C, Kalium, Eisen, Magnesium, Zink, Folsäure und Aminosäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Bärlauch verfügt außerdem über entzündungshemmende und antibakterielle Stoffe wie Alliin.

Als Heilkraut kommt das Lauchgewächs vor allem bei Magen-Darm- beziehungsweise bei Verdauungsbeschwerden zum Einsatz. Dem Wildkraut werden außerdem positive Auswirkungen auf Bluthochdruck und eine Entgiftung des Köpers nachgesagt. Bärlauch gilt außerdem als natürliches Antibiotikum.

Die besten Bärlauch-Rezepte

Der wichtigste Hinweis vorab: Egal, in welcher Form Sie Bärlauch in der Küche einsetzen wollen, am aromatischten schmecken die Blätter immer frisch. Wenn Sie Wert auf die gesundheitsfördernden Stoffe des Wildkrauts legen, sollten Sie außerdem darauf achten, die Blätter nicht zu stark zu erhitzen.

Bärlauch-Pesto selber machen: So funktioniert’s

Diese Zutaten benötigen Sie:

  • 1 Bund Bärlauch
  • 50g Parmesan
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 30g Cashew- oder Mandelkerne
  • 150ml Olivenöl
  • Etwas Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

So wird das Pesto zubereitet:

  1. Waschen Sie den Bärlauch und die Petersilie gründlich und schneiden Sie die Kräuter anschließend klein.
  2. Rösten Sie die Cashewkerne beziehungsweise die Mandeln in einer Pfanne kurz an.
  3. Geben Sie den Bärlauch, die Petersilie und die Kerne in einen Mixer oder nutzen Sie einen Pürierstab, um die Zutaten zu zerkleinern. Geben Sie nach und nach das Öl sowie den Zitronensaft hinzu.
  4. Mischen Sie den Parmesan unter.
  5. Schmecken Sie das Pesto abschließend mit Salz und Pfeffer ab und füllen Sie es in ein Glasgefäß oder servieren Sie es direkt zusammen mit Pasta.

Zusätzlicher Tipp: Kochen Sie die Gläser vor dem Abfüllen des Pestos aus, um die Haltbarkeit zu verlängern und bewahren Sie das Bärlauchpesto im Kühlschrank auf.

Rezept für Kräuterbutter mit Bärlauch

Diese Zutaten sollten Sie vorbereiten:

  • 250g Butter (Zimmertemperatur)
  • 1 Bund Bärlauch
  • Verschiedene Kräuter nach Geschmack (beispielsweise Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Kerbel etc.)
  • Zitronensaft, Salz und Pfeffer zum Abschmecken

So wird die Bärlauchbutter zubereitet:

  1. Waschen Sie den Bärlauch und die restlichen Kräuter gründlich, trocknen sie sie und hacken Sie diese fein.
  2. Geben Sie die Butter und die Kräuter in ein Gefäß und vermischen Sie die Zutaten mit einer Gabel. Achten Sie darauf, dass die Butter Zimmertemperatur hat, da sie sich ansonsten nicht mischen lässt.
  3. Verwenden Sie Zitronensaft, Pfeffer und Salz zum Abschmecken.
  4. Füllen Sie die Kräuterbutter mit Bärlauch gegebenenfalls in eine Form und stellen Sie sie anschließend im Kühlschrank kalt.

Leckere Bärlauchcremesuppe selber machen

Diese Zutaten benötigen Sie für die Suppe:

  • 1 Bund Bärlauch
  • 250g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • Gemüsebrühe
  • 50ml Sahne
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronensaft zum Abschmecken

So wird die Suppe zubereitet:

  1. Waschen Sie den Bärlauch und trocknen sie ihn.
  2. Schälen Sie die Zwiebeln und die Kartoffeln und schneiden Sie diese klein.
  3. Dünsten Sie die Zwiebeln in einem Topf glasig an.
  4. Geben Sie die Kartoffeln hinzu und löschen Sie alles mit Gemüsebrühe ab.
  5. Lassen Sie die Suppe bei mittlerer Hitze köcheln, bis die Kartoffeln weich gekocht sind.
  6. Schneiden Sie den Bärlauch in Streifen und geben Sie diesen zu der Suppe. Stellen Sie ein wenig Bärlauch zur Seite, um die Suppe zu garnieren.
  7. Pürieren Sie die Suppe gründlich, bis keine Stücke mehr zu sehen sind.
  8. Fügen Sie einen Schuss Sahne hinzu und schmecken Sie die Suppe mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Zitronensaft ab. Lassen Sie die Suppe anschließend nochmals kurz köcheln.
  9. Servieren Sie die Bärlauchcremesuppe und garnieren Sie diese mit den übrigen Streifen Bärlauch.
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