Superfood Feijoa: Alle Infos

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Feijoa gilt als besonders gesund und aromatisch (Bild: unsplash)

Das leckerste Superfood, von dem Sie vermutlich noch nie etwas gehört haben: Feijoa gilt als aufgehender Stern am Superfood-Himmel und soll mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen und einem besonders aromatischen Geschmack punkten. Was dahinter steckt und wie Sie die Frucht in der Küche einsetzen können, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Wissenswertes zum Thema Feijoa

Feijoa: Was ist das eigentlich?

Bei Feijoa handelt es sich um eine Strauchpflanze aus Südamerika. Wie die Bezeichnung Brasilianische Guave verrät, ist die Frucht in Brasilien heimisch, aber auch in Teilen Uruguays, Paraguays und Argentiniens. Mittlerweile wird Feijoa aber auch in vielen anderen Ländern wie Neuseeland oder Georgien angebaut. Die Bezeichnung Brasilianische Guave bezieht sich auch auf das Aussehen der Früchte: Optisch ähneln diese einer echten Guave erheblich. Die Hühnerei-großen Früchte sind außen grün, die Schale ist ledrig, glatt bis leicht gerunzelt und fest. Das Fruchtfleisch ist gelblich bis weiß und enthält geleeartige, körnige Kerne. Letztere sind essbar, die Schale kann hingegen nicht mitverzehrt werden. Auch geschmacklich ist die Bezeichnung des Superfoods sprechend: Feijoa erinnert an eine Kreuzung aus Guave und Ananas, weshalb sie auch als Ananas-Guave bezeichnet wird.

Inhaltsstoffe und Co.: Ist Feijoa wirklich ein Superfood?

Wie jedem Superfood werden auch Feijoa zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. So soll die Frucht verdauungsfördernd wirken und eine abführende Wirkung besitzen. Zudem enthält die Brasilianische Guave zahlreiche Mineralstoffe wie Kalium, Eisen, Kalzium oder Phosphor, Pektin und verschiedene Vitamine wie Vitamin C.

Weitere positive Effekte der brasilianischen Frucht: Feijoa soll sich gesundheitsfördernd auf das Herz-Kreislauf-System auswirken, das Risiko für Depressionen senken und das Immunsystem stärken.

Wie bei fast allen Superfoods gilt allerdings auch hier: Diese Informationen sind wie immer mit Vorsicht zu genießen. Die angeblichen Wirkungen von Feijoa sind kaum oder nicht durch Studien belegt und sollten daher nicht überbewertet werden.

Nebenwirkungen der Brasilianischen Guave

Bislang sind keine negativen Auswirkungen durch den Verzehr der Brasilianischen Guave bekannt. Da Feijoa allerdings verdauungsfördernd und abführend wirkt, sollte unter Umständen nicht zu viel von der Frucht auf einmal verzehrt werden, um keine Magen-Darm-Beschwerden zu riskieren.


So wird Feijoa in der Küche verwendet

Feijoa ist ein echtes Multitalent, wenn es um die Verwendung als Lebensmittel geht. So kann die Brasilianische Guave beispielsweise einfach roh verzehrt werden, indem die Frucht halbiert und wie eine Kiwi ausgelöffelt wird. Doch auch der Konsum in verarbeiteter Form ist möglich.

Feijoa eignet sich geschält beispielsweise hervorragend als Bestandteil von fruchtigen Salaten, Smoothies oder Brotaufstrichen. Auch zum Backen kann die Frucht verwendet und so beispielsweise in einem Kuchen oder Muffins verarbeitet werden. Egal ob Eis, Kompott oder Chutney: Feijoa ist in der Küche vielseitig einsetzbar und sorgt für eine ungewöhnliche fruchtig-frische Note in Ihren Gerichten.

Das einzige Manko: Hierzulande ist Feijoa noch nicht besonders weit verbreitet und wird nur selten im Supermarkt angeboten. Die Früchte können Sie allerdings auch einfach online in größeren Mengen bestellen und einfrieren (geschmackliche Veränderungen treten meist erst nach etwa einem Jahr im Gefrierschrank auf) oder die Pflanze einfach selbst im Garten oder auf dem Balkon anbauen – die Strauchpflanze gedeiht nämlich auch im heimischen Klima, solange es nicht zu kalt wird.


Heimische Alternativen zum Superfood

Wie bei beinahe jedem Superfood gilt auch bei Feijoa: Die Früchte werden meist importiert und sind daher nicht besonders nachhaltig und umweltfreundlich. Umweltbewusste Konsumenten sollten daher besser auf einen Verzehr der Frucht verzichten. Anders sieht die Lage aus, wenn Sie die Pflanze selbst anbauen und Früchte aus dem eigenen Garten verwenden.

Die gute Nachricht: Wie immer gibt es hierzulande zahlreiche heimische Alternativen, die ebenfalls viele Mineralstoffe und einen hohen Vitamin C Gehalt aufweisen. So enthält Paprika beispielsweise wesentlich mehr Vitamin C als Feijoa und muss nicht erst über lange Wege importiert werden. Johannisbeeren und Himbeeren enthalten ähnlich viel Kalium wie Feijoa und Grünkohl und Fenchel sogar mehr Kalium und Kalzium als die Import-Frucht. Ein Verzehr der Brasilianischen Guave ist also keineswegs notwendig, wenn Sie sich gesund ernähren wollen und Wert auf eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung legen.

 

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