Superfood Moringa: Alle Infos

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Moringa gilt aufgrund der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe als Superfood. (Bild: Pixabay)

Moringa oleifera (auch Wunderbaum, Baum des Lebens oder Baum der Unsterblichkeit) genannt, gilt als Superfood der ayurvedischen Lehre. Der Meerrettichbaum verfügt über zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe und kann angeblich zur Behandlung zahlreicher Krankheiten eingesetzt werden. Wir verraten Ihnen, was hinter dem Superfood steckt, ob es wirklich so gesund ist und wie Sie es in der Küche verwenden können.

Wissenswertes zum Thema Moringa

Was ist Moringa?

Moringa ist ein schnellwüchsiger Baum, der ursprünglich aus der Himalaya-Region im Nordwesten Indiens stammt. Mittlerweile wird die Pflanze allerdings weltweit angebaut und ist auch in den Tropen und Subtropen Afrikas und Südostasiens sowie auf einigen karibischen Inseln beheimatet.

Von den Früchten und Blüten über die Blätter bis hin zu den Wurzeln und Samen können grundsätzlich alle Bestandteile der Pflanze verzehrt werden. Bei den Wurzeln muss lediglich vorher die Rinde entfernt werden, da diese toxische Alkaloide enthält.

Die Bezeichnung Meerrettichbaum stammt übrigens vom Geruch der Wurzeln, die aufgrund des enthaltenen Senföls ähnlich wie Meerrettich riechen.

Inhaltsstoffe: Ist das Superfood wirklich gesund?

Moringa gilt als echtes Superfood und als Heilmittel für zahlreiche Krankheiten. Und das ist bei den enthaltenen Inhaltsstoffen auch kein Wunder: Moringa enthält jede Menge Vitamin A, C, E und K, darüber hinaus finden sich auch zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen, Folsäure, Kalzium, Kalium, Magnesium sowie Antioxidantien in den essbaren Pflanzenteilen.

In der ayurvedischen Heilkunst sowie in der traditionellen Medizin zahlreicher Länder wird der Moringa-Baum als Behandlung für Entzündungen verwendet, häufig auch als natürliches Antibiotikum sowie zur Stabilisierung des Blutdrucks. Moringa enthält übrigens als eines von wenigen pflanzlichen Lebensmitteln Omega-3-Fettsäuren und ist dementsprechend bei Vegetariern und Veganern beliebt.

Bislang gibt es nur wenige Studien zu der tatsächlichen Wirkung von Moringa – und noch weniger fundierte Langzeitstudien. Fest steht allerdings, dass das Superfood alle acht essentiellen Aminosäuren enthält, die für einen gesunden Stoffwechsel notwendig sind. Schaden wird die Pflanze also eher weniger. Beim Kauf sollten Sie allerdings unbedingt auf Bio-Qualität achten, um keine Schadstoffe und Pestizide zu sich zu nehmen, die der positiven Wirkung der Pflanze zuwiderlaufen.

Abnehmen mit Moringa

So wie die meisten Lebensmittel, die als Superfood deklariert werden, soll auch Moringa die Konsumenten beim Abnehmen unterstützen. Fakt ist: Moringa unterstützt die Fettverbrennung und reduziert das Hungergefühl, was zu einer erfolgreichen Diät beitragen kann. Darüber hinaus regen die enthaltenen Bitterstoffe die Darmtätigkeit an, wodurch sich der Stoffwechsel verbessern kann. Wunder sollten Sie deshalb aber nicht erwarten: Moringa kann Sie lediglich beim Abnehmen unterstützen – eine gesunde Ernährung mit viel Bewegung sind dennoch nach wie vor die einzig erfolgreichen Maßnahmen, wenn es um das Thema Gewichtsreduktion geht. Wer einfach nur Moringa zu sich nimmt, ohne seine Ernährung umzustellen und regelmäßig Sport zu treiben, wird auch mit dem Superfood keine Gewichtsreduktion erreichen.


Verwendung von Moringa in der Küche

Moringa ist hierzulande hauptsächlich als Pulver, Tee oder als Öl erhältlich. Frische Blätter oder Blüten des Moringa-Baums werden Sie kaum bis gar nicht finden – sofern Sie keinen eigenen Moringa-Baum im Wintergarten stehen haben und sich an diesem bedienen können. Wichtig beim Kauf: Sie sollten unbedingt auf zertifizierte Bio-Produkte zurückgreifen, um sicherzugehen, dass keine Schadstoffe und Pestizide im jeweiligen Produkt enthalten sind.

Verwendung von Moringa-Öl

Moringa-Öl wird aus den Samen des Moringa-Baumes gepresst und wird gelegentlich auch als Behenöl bezeichnet. Wer Moringasamen-Öl für die Verwendung in der Küche kauft, darf sich freuen, den das Öl ist extrem lange haltbar und wird nicht ranzig. Geschmacklich weist das Öl ein mildes nussiges Aroma auf. Aufgrund seines hohen Siedepunktes kann Moringa-Öl sowohl zum Kochen, Backen und Braten als auch für Salate verwendet werden.

Wenn Ihr gekauftes Moringa-Öl mit der Zeit fest wird, brauchen Sie sich übrigens keine Sorgen machen: Durch ein warmes Wasserbad können Sie das Öl einfach wieder verflüssigen und anschließend verzehren.

Verwendung von Moringa-Pulver

Moringa-Pulver wird weitaus häufiger in der Küche eingesetzt als andere Produkte aus Moringa. Mit dem Einsatz des Pulvers sollten Sie es allerdings nicht übertreiben: Mehr als einen halben bis zwei Teelöffel pro Tag sollten Sie nicht einnehmen. Kleinkinder sollten das Pulver am besten noch nicht konsumieren.

Für das Pulver gibt es zahlreiche Anwendungsgebiete: So können Sie mithilfe von Moringa beispielsweise einen Tee zubereiten, das Pulver unter einen Smoothie mischen, damit backen oder allgemein Gerichten damit einen zusätzlichen Vitaminkick verpassen. Da Moringa-Pulver einen besonderen Eigengeschmack aufweist, der nicht jedermanns Fall ist, kombinieren Sie das Lebensmittel am besten mit anderen stark schmeckenden Lebensmitteln, um den eigentümlichen Geschmack zu überdecken.

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