Superfood Yacon: Alle Infos

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Die Inkawurzel Yacon gilt als kalorienarmes Süßungsmittel und damit als Superfood. (Bild: Rob Hille - Wikipedia)

Während sich viele Lebensmittel wie Moringa oder Goji-Beeren bereits seit mehreren Jahren in unseren heimischen Supermärkten etabliert haben, zählt die Yacon (oder Inkawurzel) hierzulande zu den noch eher unbekannteren Superfood-Varianten. Warum einige Ernährungsexperten dennoch auf die südamerikanische Pflanze schwören, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Wissenswertes zum Thema Yacon

Superfood Yacon: Was ist das eigentlich?

Yacon ist eine aus Südamerika stammende Pflanze, die in der Andenregion bereits seit Jahrhunderten als Nahrungsmittel verwendet wird. Die essbaren Wurzelknollen verfügen über ein leicht süßliches Aroma und erinnern optisch an Süßkartoffeln. Da die Pflanze äußerst anpassungsfähig ist, wird sie mittlerweile nicht mehr nur in Südamerika angebaut, sondern beispielsweise auch in Asien, Australien, den USA oder Europa.

Obwohl die Inkawurzel sogar hierzulande kultiviert werden kann, wird sie kaum als frische Knolle zum Verkauf angeboten. Stattdessen wird die Yacon hauptsächlich in Sirup- oder Pulverform oder als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten. Eingesetzt wird die Inkawurzel daher hauptsächlich als kalorienarmes Süßungsmittel.

Inhaltsstoffe und Co: Ist der Zuckerersatz wirklich gesund?

Im Gegensatz zu anderen als Superfood bezeichneten Lebensmitteln enthält die Yacon kaum Mineralstoffe oder Vitamine. Stattdessen besteht die Knolle hauptsächlich aus Wasser und Kohlehydraten und enthält hauptsächlich Kalium und Vitamin C.

Da die Yacón-Wurzel angeblich verdauungsfördernd, abführend und antidiabetisch wirken soll und außerdem eine positive Wirkung beim Abnehmen zeigen soll, wird die Inkawurzel dennoch als Superfood bezeichnet. Diese positiven Auswirkungen wurden bisher allerdings hauptsächlich durch Tierversuche nachgewiesen und kaum durch Humanstudien.

Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund, warum die Yacon bei einigen Ernährungsexperten hoch im Kurs steht: Durch ihre natürliche Süße kann der Sirup, der aus der Inkawurzel gewonnen wird, hervorragend als kalorienarme Alternative zu herkömmlichen Süßungsmitteln eingesetzt werden. Vor allem Diabetiker profitieren vom niedrigen glykämischen Index des Nahrungsmittels.

Gibt es Nebenwirkungen?

Grundsätzlich gilt der Verzehr von Yacon als relativ ungefährlich, da kaum Nebenwirkungen bekannt sind. Wer die Inkawurzel allerdings zum ersten Mal zu sich nimmt, sollte es mit der Menge nicht übertreiben: Yacon wirkt verdauungsfördernd und kann dadurch Magen-Darm-Probleme verursachen. Es empfiehlt sich daher, die Menge nur langsam zu steigern.

Wie bei fast allen Lebensmitteln kann es außerdem zu allergischen Reaktionen kommen, wenn eine Unverträglichkeit besteht.

Diabetiker sollten vor der Einnahme von Yacon in Nahrungsergänzungsmitteln oder Sirup außerdem am besten einen Arzt konsultieren, um eine geeignete Vorgehensweise zu besprechen.


Verwendung von Yacon in der Küche

Yacon als Zutat beim Kochen

Yacon ist ein vielseitiges Lebensmittel und lässt sich hervorragend für die Zubereitung verschiedener Speisen nutzen. Falls Sie über frische Inkawurzeln aus dem eigenen Garten verfügen oder mit großem Glück in einem Supermarkt fündig werden, können Sie die Knollen sogar roh verzehren – lediglich die Schale sollte aufgrund des eher bitteren Geschmacks entfernt werden. Dadurch ergeben sich zahlreiche Einsatzmöglichkeiten in der Küche.

Die Yacon-Wurzel eignet sich beispielsweise hervorragend für Salate, als süßende Ergänzung in Smoothies, für Süßspeisen und Marmeladen. Grundsätzlich können Sie die Inkawurzel auch wie eine normale Kartoffel oder Süßkartoffel verwenden und beispielsweise Suppen damit zubereiten oder die Wurzel frittieren oder braten.

Yacon-Sirup als Zuckerersatz

Yacon-Sirup kann sowohl gekauft als auch selbst hergestellt werden und eignet sich hervorragend als Süßungsmittel beim Kochen und Backen. Wenn Sie den Sirup selbst herstellen wollen, müssen Sie die Yacon-Knolle zunächst pressen, die Flüssigkeit filtern und anschließend solange einkochen, bis der Wasseranteil weitestgehend verdampft ist, sodass ein zäher Sirup übrigbleibt. Diesen Sirup können Sie dann anstelle von herkömmlichen Süßungsmitteln zum Süßen von Speisen und Getränken verwenden.

 

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