Tea-Time: Tee-Wissen kompakt

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Schwarz, weiß oder grün: Tee ist ein beliebtes Getränk - gerade an kalten Wintertagen. (Bild: unsplash)

Wenn es draußen kalt, dunkel und ungemütlich ist, ist seine Zeit gekommen: Tee sorgt für warmes Wohlbefinden in der kalten Jahreszeit und hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Wir verraten Ihnen, welche Tee-Sorten es gibt, wie Sie zubereitet werden und was Sie sonst noch über das Heißgetränk wissen müssen. Da Früchte- und Kräutertee zwar als Tee bezeichnet werden, aber eigentlich nur teeähnliche Aufgussgetränke sind, gehen wir in diesem Beitrag übrigens nur auf echten Tee ein und lassen diese Sorten außen vor.

Die unterschiedlichen Tee-Sorten im Überblick

Grüner Tee

Grüner Tee wird seit Jahren vermehrt konsumiert, da ihm viele gesundheitsförderliche Wirkungen nachgesagt werden. So soll grüner Tee beispielsweise eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem haben, das Risiko für Krebserkrankungen mindern, gegen Diabetes vorbeugen, beim Abnehmen helfen und noch viele weitere positive Eigenschaften besitzen. Zahlreiche Studien haben die förderlichen Wirkungen von grünen Tee-Sorten bereits nachgewiesen – jedoch sind viele dieser Studien nicht oder kaum belastbar. Entsprechen sollten beim Verzehr von grünem Tee keine Wunderwirkungen erwartet werden.

Grüner Tee wird aus möglichst kleinblättrigen, zarten Teeblättern gewonnen, die nicht fermentiert werden. Je nach Sorte sollte grüner Tee mit etwa 70 bis 80 Grad heißem Wasser aufgegossen werden, damit der Tee nicht zu bitter wird und alle Inhaltsstoffe enthalten bleiben. Um die enthaltenen Polyphenole möglichst gut aufnehmen zu können, ist Vitamin C nötig, das allerdings hitzeempfindlich ist. Zudem sollten die Teeblätter nicht zu lange ziehen, da sich ansonsten ebenfalls ein unangenehm bitterer Geschmack einstellt. Grüne Teeblätter können mehrfach aufgegossen werden, dabei sollte die Hitze des Wassers allerdings erhöht und die Ziehzeit verkürzt werden.

Grüner Tee ist in zahlreichen Sorten erhältlich. Chinesische, geröstete Sorten schmecken häufig blumiger und rauchig, während gedämpfte Grüntees aus Japan eher frisch und grasig schmecken. Bekannte Sorten sind der gemahlene Matcha-Tee, Sencha, Gunpowder oder Assam. Eine Besonderheit ist der Jasmintee. Dabei handelt es sich um einen Grüntee, der mit Jasminblüten aromatisiert wurde.

Weißer Tee

Weißer Tee ist häufig besonders hochwertig und entsprechend teuer. Diese Tee-Art wird durch das Sammeln von ungeöffneten Teeknospen und deren anschließende Luft- und Lichttrocknung hergestellt. Die Bezeichnung als weißer Tee stammt von dem weißen Flaum, der ungeöffnete Blattknospen des Teestrauchs umgibt. Es sind rund 30.000 handgepflückte Teeknospen notwendig, um ein Kilogramm der Sorte herzustellen.

Wie grünem Tee werden auch weißem Tee zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen, wobei weißer Tee deutlich milder schmeckt. Genau wie grüner Tee enthält auch weißer Tee Polyphenole, die das Immunsystem stärken, den Blutdruck senken und allgemein eine positive Auswirkung auf das Wohlbefinden haben sollen.

Genau wie grüner Tee wird weißer Tee mit etwa 75 Grad heißem Wasser zubereitet, um das enthaltene Vitamin C nicht zu zerstören und dadurch die Aufnahme der Polyphenole zu verbessern. Für einen Liter Tee werden etwa acht bis zehn Gramm Teeknospen verwendet, die etwa zwei bis fünf Minuten ziehen sollten. Weißer Tee kann mehrmals aufgegossen werden, wobei bei jedem erneuten Aufguss allerdings eine Veränderung des Geschmacks feststellbar ist.

Bekannte Sorten sind Bai Mudan, Silbernadel (Yin Zhen) oder Shou Mei.

Schwarzer Tee oder roter Tee

Schwarzer Tee (auch roter Tee) wird aus Teeblättern gewonnen, die fermentiert werden. Die frischen Teeblätter werden dafür nach dem Pflücken zunächst in Welktröge gegeben und anschließend zerrieben und fermentiert.

Auch schwarzem Tee werden viele gesundheitsförderliche Wirkungen nachgesagt. So soll die Tee-Sorte den Blutdruck positiv beeinflussen, beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt wirken und aufgrund des enthaltenen Koffeins belebend wirken. Zudem soll schwarzer Tee das Abnehmen unterstützen.

Die optimale Wassertemperatur für die Zubereitung von schwarzem Tee liegt bei etwa 90 Grad. Etwa zwei Gramm pro Tasse sind für das Aufbrühen notwendig. Schwarzer Tee wirkt anregend, wenn er nur kurz durchzieht – also maximal zwei Minuten. Zieht er länger, entfaltet er eine eher beruhigende Wirkung, schmeckt dann aber auch bitterer. Schwarzer Tee kann mehrmals aufgegossen werden, wobei die Ziehzeit reduziert und die Wassertemperatur bei jedem Durchgang erhöht werden sollte.

Schwarzer Tee ist in unzähligen Aromatisierungen erhältlich und variiert auch hinsichtlich des Erntezeitpunkt und Anbaugebiets. Bekannte Schwarztee-Sorten sind beispielsweise der aromatisierte Earl Grey, Ceylon, Assam oder Darjeeling.

 

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